Jochen Lüders

Englisch & Sport am Gymnasium ... und ein bisschen Tango

SimUB

Wenn schlech­te Schü­ler beim Leh­rer nach­fra­gen, wie sie denn ihre münd­li­chen Noten für Unter­richts­bei­trä­ge (UBs) ver­bes­sern kön­nen, bekom­men sie meis­tens die lapi­da­re Ant­wort, dass sie „halt bes­ser mit­ar­bei­ten“ soll­ten. In man­chen Fäl­len ist die­ser Rat sinn­voll, in vie­len / den meis­ten (?) Fäl­len aber nutz­los, weil der Schü­ler im Unter­richt eh nicht rich­tig mit­kommt und viel zu viel Angst hat, sich durch blö­de Bei­trä­ge lächer­lich zu machen. Viel bes­ser fin­de ich es des­halb, wenn Schü­ler einen UB (Unter­richts­Bei­trag) SIMu­lie­ren.

Wenn ich einen Text als stu­dy Haus­auf­ga­be auf­ge­be und die Schü­ler die Fra­gen in Form von notes bear­bei­ten sol­len, wis­sen sie genau, dass wir in der nächs­ten Stun­de die­se Fra­gen bespre­chen. Ein Schü­ler kann sich also auf eine genau abge­grenz­te und über­schau­ba­re Auf­ga­be zu Hau­se vor­be­rei­ten und sei­ne Ant­wor­ten solan­ge üben, bis er sie flüs­sig prä­sen­tie­ren kann. Wenn ich zu Beginn der nächs­ten Stun­de fra­ge, wer denn mit ers­ten Fra­ge anfan­gen möch­te (und fast alle – wie üblich – jeden Augen­kon­takt ver­mei­den) macht es sich beson­ders gut, wenn sich jemand, der sonst gar nichts sagt, frei­wil­lig mel­det und sei­ne Antwort(en) vor­trägt.

Die­se Bei­trä­ge las­se ich auch immer wie­der in der Stun­de üben. Dabei üben die Schü­ler ent­we­der mit ihrem Nach­barn, müs­sen sich einen ande­ren Part­ner suchen, oder ich bil­de (wie beim Sim­EXam) Coach – Coa­chee Paa­re. Der schwä­che­re Schü­ler simu­liert nun sei­nen Unter­richts­bei­trag, wäh­rend der bes­se­re kor­ri­giert und inhalt­lich und sprach­lich ver­bes­sert. Auf die­se Art kann man zwei oder drei Durch­gän­ge machen, bevor jemand sei­nen Bei­trag vor dem Ple­num prä­sen­tiert. Auf die­se Art waren ALLE vor­her aktiv und die Qua­li­tät der Bei­trä­ge / Inter­pre­ta­tio­nen etc. ist deut­lich höher.

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  1. Das las­se ich mir mal für den DU durch den Kopf gehen – könn­te mir erst­mal vor­stel­len, die Klas­se in Spre­cher-Stum­me zu tei­len (also Leu­te, die sich viel und wenig mel­den und die sol­len neben­ein­an­der sit­zen, Fra­gen und Ant­wor­ten erar­bei­ten und die­se vor­tra­gen. Hm, Kugel­la­ger geht auch in die­se Rich­tung, wobei aber ich den­ke, dass die Wenig-Nichts-Spre­cher wirk­lich einen Coach bräuch­ten, der sie ermu­tigt und den ers­ten Satz durch­denkt. Eine Feed­back-Übung geht auch in die Rich­tung, eine Aus­sa­ge an nur eine kon­kre­te Per­son zu adres­sie­ren und nicht an die gesam­te Grup­pe.

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