Jochen Lüders

Englisch & Sport am Gymnasium ... und ein bisschen Tango

Backups

I shall be tel­ling this with a sigh / Some­time weeks or mon­ths hence / I had not saved my files / And that was a real dis­as­ter.“

Wenn du (so wie ich) alles mit PC machst, kann ein Fest­plat­ten­crash zu einer ech­ten Kata­stro­phe wer­den. Nach Murphy’s Gesetz liegt das letz­te Back­up (falls über­haupt eines exis­tiert) schon Mona­te zurück und alles, was du in der Zwi­schen­zeit pro­du­ziert hast, ist meis­tens unwi­der­ruf­lich ver­lo­ren. Wenn man ent­spre­chen­de Geschich­ten von Bekann­ten und/oder Kol­le­gen hört, rafft man sich mal wie­der auf ein Back­up anzu­le­gen, lässt aber dann doch wie­der viel zu viel Zeit bis zum nächs­ten Mal ver­ge­hen. Im Fol­gen­den ein paar pra­xis­er­prob­te Tipps.

Das klas­si­sche (aber inzwi­schen ver­al­te­te) Back­up-Medi­um ist die CD bzw. DVD. Min­des­tens ein­mal im Monat (spä­tes­tens alle zwei Mona­te) soll­test du ein Back­up dei­ner Daten machen. Zu die­sem Zweck ist es emp­feh­lens­wert im Kalen­der immer den glei­chen Tag (z.B. den ers­ten Sams­tag im Monat) als „Back­up-Day“ (B-Day) rot zu mar­kie­ren bzw. sich von Out­look oder einem ande­ren Kalen­der­pro­gramm an den Ter­min erin­nern zu las­sen. Ver­giss nicht auch dei­ne Emails und Adress­bü­cher, dei­ne Lesezeichen/Favoriten und ande­re wich­ti­ge Daten zu sichern.

Deut­lich bes­ser als CDs/DVDs ist m.E. ein USB-Stick. 16 GB Sticks gibt es bereits für ein paar Euros, da pas­sen schon eine gan­ze Men­gen Datei­en drauf. Der Haupt­vor­teil von USB-Sticks, dass sie per­ma­nent zur Ver­fü­gung ste­hen und man des­halb eine neue Datei SOFORT sichern kann. Ein CD/DVD-Back­up schiebt man erfah­rungs­ge­mäß ger­ne vor sich her – alles was man seit dem letz­ten Back­up pro­du­ziert hat, ist im Fal­le eines Crash meist unwi­der­ruf­lich ver­lo­ren.

Steck den Stick in eine freie USB-Buch­se (z.B. auf der Rück­sei­te) und lass ihn dort ste­cken. Falls du kei­ne freie USB-Buch­se hast (bzw. nicht möch­test, dass der Stick vor­ne blöd aus­sieht), besorgst du dir einen sog. USB Hub. Ent­schei­dend ist, dass der Stick als Backup-„Laufwerk“ stän­dig zur Ver­fü­gung steht und nicht erst irgend­wo gesucht wer­den muss. Gute Datei-Mana­ger wie Total Com­man­der bzw. der aus­ge­zeich­ne­te, kos­ten­lo­se free­Com­man­der kön­nen gan­ze Ver­zeich­nis­se „syn­chro­ni­sie­ren“, d.h. mit nur einem Befehl wer­den alle neu­en bzw. über­ar­bei­te­ten Datei­en auf dei­nen USB-Stick kopiert. Die­ses Syn­chro­ni­sie­ren geht schnell und du soll­test es min­des­tens zwei­mal in der Woche bzw. IMMER nach län­ge­rem Arbei­ten erle­di­gen. Den­ke auch an all die ande­ren Daten, die du sichern soll­test: Brow­ser-Favo­ri­ten bzw. Lese­zei­chen, Address­bü­cher, iTu­nes Wie­der­ga­be­lis­ten usw.

Noch bes­ser ist eine exter­ne USB-Fest­plat­te. Mit Hil­fe eines sog. Image-Pro­gramms (gibt es immer mal wie­der auf CDs von Com­pu­ter­zeit­schrif­ten), wie z.B. Acro­nis True Image kannst du die GESAMTE Fest­plat­te „klo­nen“, d.h. du hast ein exak­tes „Abbild“ dei­ner Fest­plat­te, das du im Fall des Fal­les ledig­lich „zurück­spielst“ und damit sofort den Aus­gangs­zu­stand wie­der­her­ge­stellt hast. Mit Win­dows 7 geht das über Sys­tem­steue­rung > Sys­tem und Sicher­heit > Siche­rung des Com­pu­ters erstel­len. Damit ersparst du dir die zeit­rau­ben­de Neu­in­stal­la­ti­on von Win­dows samt aller Pro­gram­me. Exter­ne Fest­plat­ten sind inzwi­schen schön kom­pakt und man spart sich das ner­vi­ge Gefum­mel beim Ein­bau einer inter­nen zwei­ten Fest­plat­te.

Falls du nicht gera­de super-gehei­me Doku­men­te auf dei­nem PC hast (und dir ent­spre­chen­de Sor­gen um die Daten­si­cher­heit machen musst) ist die bes­te Lösung ein online Back­up. Die m.E. bes­te und bequems­te Lösung ist Drop­box. Pro­gramm down­loa­den und instal­lie­ren und Drop­box ein­rich­ten – fer­tig, alles Wei­te­re läuft auto­ma­tisch ab. Man hat immer ein exak­tes 1:1 Back­up der Daten und hat von über­all Zugriff auf sei­ne Daten, egal ob zu Hau­se mit Desk­top PC oder von unter­wegs mit Lap­top und / oder Smart­pho­ne.

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  1. max

    Inzwi­schen ver­wen­de ich Bak­Bot
    http://www.heise.de/software/download/bakbot/14278
    Mit die­sem Pro­gramm spie­ge­le ich regel­mä­ßig alle Datei­ver­zeich­nis­se auf eine (aus­wech­sel­ba­re) ande­re Fest­plat­te.
    http://www.biu.de/bestellen.html
    Nach dem Aus­pro­bie­ren habe ich mir das Prog gekauft (€20).

  2. Moritz Rettinger

    Ich benut­ze zum Back­up das Pro­gramm Per­so­nal Back­up http://www.chip.de/downloads/Personal-Backup_13007706.html damit ent­fällt Out­look, von dem ich nichts hal­te, als Kalen­der­pro­gramm, da das Pro­gramm von selbst Back­ups in vom Benut­zer aus­ge­such­ten Zeit­span­nen aus­führt. Als Ziel gebe ich mei­ne Exter­ne Fest­plat­te an. Erspart mir des öfte­ren Ärger wenn Win­dows streikt. Zur abso­lu­ten Sicher­heit habe ich noch ein von CD boot­fä­hi­ges Linux um im Fal­le eines Win­dows Cras­hes noch Daten sichern zu kön­nen.

  3. Max

    Ich spieg­le mei­ne Arbeits-Ver­zeich­nis­se mit der frei­en Soft­ware UNISON http://www.cis.upenn.edu/~bcpierce/unison/
    auf eine zwei­te Plat­te. Das geht (relativ)schnell, ich mache es täg­lich nach Arbeits­en­de, anschlie­ßend schal­tet POWEROFF den Rech­ner ab: http://193.99.144.85/software/default.shtml?prg=15483&T=poweroff

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