Jochen Lüders

Englisch & Sport am Gymnasium / Tango & Tanzfeste

Oberstufen-Bücher

… sind für mich die erste Anlaufstelle, wenn ich einen Text für eine Klausur bzw. zusätzliche Texte für eine Unterrichtseinheit suche. Dieses Verfahren klingt auf den ersten Blick einleuchtend, trotzdem zeigen viele Anfragen in EnPaed, dass bei zahlreichen Kollegen der Google-Reflex stärker ist. Doch warum in die Ferne des Internets schweifen, wenn die Lösung vielleicht so nahe im Regal steht?

Die Texte sind natürlich oft nicht aktuell, dafür sind sie bereits wort­schatzmäßig und didaktisch auf­bereitet, man hat sinnvolle Fragen und (mit dem dazugehörigen Lehrerhandbuch) auch schon eine Musterlösung. Auf diese Art kann man sehr viel Zeit und Arbeit sparen.

Als Grundstock an Oberstufen-Büchern empfehle ich dir (alle Links zu Amazon):

Sorge dafür, dass du im Verteiler der Schulbuchverlage bist und entsprechende Ankün­digungen bzw. Sonderangebote erhältst. Bei Neuerscheinun­gen gibt es normaler­weise kostenlose (oder zumindest stark reduzierte) Lehrerexempla­re, diese Angebote solltest du unbedingt nutzen.

Denke bei einer Klausur/Schulaufgabe von Anfang daran, dass du wahrscheinlich noch einen zweiten Text für Nachschreiber brauchst! Dann passiert es dir nicht, dass du bereits alle guten Texte im Unterricht „verbraten“ hast und panisch nach einem geeigneten Text für deine(n) Nachschreiber suchen musst.

Auch alte Oberstufen-Bücher sind manchmal ein hervorragende Quelle für (Schulaufgaben-) Texte. Brauchbare Texte reiße ich heraus und ordne sie zusammen mit den entsprechenden Seiten aus der Lehrerhandreichung in meinen Materialordnern den Themen des Lehrplans zu. Leider haben die herausgerissenen Seiten normalerweise so einen schmalen Rand, dass man sie nicht lochen kann, ohne in den Text reinzulochen, aus diesem Grund kommen die Texte dann in eine eigenen Prospekthülle. Alternativ könnte ich sie auch in eine entsprechende Hängemappe meiner Hängeregistratur legen, aber die Erfahrung zeigt, dass ich da selten nachsehe und die Materialien dort nur verstauben.

Aufgehoben werden in erster Linie „zeitlose“ Texte, die nicht übermäßig viel zeitgebundenes Hintergrundwissen verlangen. Also hebe ich z.B. einen Text über das Amt des amerikanischen Präsidenten nicht auf, wenn als Beispiel ständig z.B. auf Clinton verwiesen wird, ganz egal wie gut der Text sonst ist.

Beim Einsortieren in meine Ordner überlege ich mir darüberhinaus auch gleich, ob sich ein Text (oder Teile davon) für eine Schulaufgabe eignet. Falls ja, kommt er gleich in die entsprechende Abteilung Schulaufgaben.

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Unterrichtsbeitragsnoten

  1. nun, die erfahrung kenne ich ja auch – aber offensichtlich lasse ich mich genauso wenig wie du (wenn man deine seite sieht), davon abhalten zu teilen ;).

  2. > ich hab die erfahrung gemacht, dass man oft nur einen kollegen finden muss, der da mitmacht und dann kommen die restlichen schon auch.

    Ich habe leider die Erfahrung gemacht, dass die Kollegen ganz schnell kommen, wenn sie etwas „abstauben“ können, aber man ihnen ewig hinterherrennen darf, wenn man mal was von ihnen braucht. Aber natürlich sind die von dir genannten Vorteile vollkommen richtig.

  3. tschuldigung, bin überrascht gewesen deinen blog zu finden mit vielen guten ideen und jetzt fühle ich mich bemüßigt meinen senf hie und da zu lassen.
    auch wenn ich selbst keine oberstufe habe an meiner realschule, kenne ich doch das problem für deutsch. daher mein tipp, den ich in der fachschaft an die frau und den mann gebracht habe: mit den kollegen absprechen. grad hier ist es auch immer wieder schwer, neue texte zu finden.

    konkret:
    – einen termin für die schulaufgabe suchen und festlegen
    – ein bis drei texte oder aufgaben festlegen, reserven einplanen für die nachschreiber
    – andere texte für die vorbereitung austauschen
    – lösungsmuster austauschen

    vorteile:
    – ich kann die nachschreiber auch zusammen fassen aus den verschiedenen klassen
    – ein lehrer geht zum vertretungsplanmacher und setzt einen termin frei (deutsch geht ja ab der 8. über mehr als eine unterrichtsstunde)
    – ich kann mich auch beim korrigieren besser verständigen mit anderen, um eventuell gegenüber schülern und eltern zu argumentieren
    – man kann unsichere lehrer und berufsanfänger besser stützen

    der zeitaufwand, den viele dabei ohne zu überlegen als abwehrgrund vor sich her tragen, ist dabei minimal. ich hab die erfahrung gemacht, dass man oft nur einen kollegen finden muss, der da mitmacht und dann kommen die restlichen schon auch.

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