Jochen Lüders

Englisch & Sport am Gymnasium ... und ein bisschen Tango

Unterrichtseinheit Composition

Kürz­lich hat mich mal jemand gefragt, wie ich bei der Ein­füh­rung zum Auf­satz­schrei­ben metho­disch vor­ge­he. Im Fol­gen­den mein „Ablauf­plan“.

Los geht’s mit einem kur­zen Warm-Up, in dem ich ver­su­che her­aus­zu­fin­den, was die Schü­ler bereits in Deutsch zum The­ma Auf­satz­schrei­ben gelernt haben. Lei­der kommt da meis­tens ziem­lich wenig, zum Auf­bau eines ein­zel­nen Absat­zes bzw. zur Funk­ti­on des ers­ten Sat­zes (topic sen­tence) eines Absat­zes kann fast nie jemand etwas Sinn­vol­les sagen.

Anhand der drei Ver­sio­nen des Arbeits­blat­tes  Feh­ler­ana­ly­se (doc) erar­bei­ten wir die wich­tigs­ten Merk­ma­le eines guten Auf­sat­zes.

Auf­sät­ze müs­sen bei mir grund­sätz­lich getippt wer­den, ich habe kei­ne Lust 25x Geschmier auf karier­tem Papier ent­zif­fern zu müs­sen. Da der Infor­ma­tik­un­ter­richt (angeb­lich) Wich­ti­ge­res zu tun hat, als Schü­lern zumin­dest eine grund­le­gen­de Ein­füh­rung in Text­ver­ar­bei­tung zu geben, über­neh­me ich die­se Auf­ga­be. Alles Nähe­re steht in die­sem Arti­kel.

Zurück zum Auf­satz. Als nächs­tes gehen wir der Rei­he nach die ver­schie­de­nen Bestand­tei­le (tit­le, intro­duc­tion, main part/body, final paragraph/con­clu­si­on) durch. Mit Hil­fe die­ses Han­douts (doc) ler­nen die Schü­ler ver­schie­de­nen Mög­lich­kei­ten ken­nen, inter­es­san­te Über­schrif­ten zu erfin­den. Wei­te­re Bei­spie­le fin­dest du bei  „Tit­le“ auf mei­ner Com­po­si­ti­on Sei­te. Als Haus­auf­ga­be sol­len die Schü­ler min­des­tens drei Über­schrif­ten zu einem gege­be­nen The­ma fin­den. Die­se sam­me­le ich in der nächs­ten Stun­de ein und bespre­che sie.

Als nächs­tes geht es um gute Ein­lei­tun­gen. Anhand von 2–3 Arbeits­blät­tern (sie­he „Intro­duc­tion“) ler­nen die Schü­ler, wel­che Art von Ein­lei­tun­gen mir gefällt und wel­che ich lang­wei­lig fin­de. Als Haus­auf­ga­be müs­sen sie ent­spre­chend wie­der (natür­lich mit PC) eine Ein­lei­tung schrei­ben, die ich wie­der ein­sam­me­le und bespre­che. Falls ich Zeit habe, erstel­le ich aus den ver­schie­de­nen Schü­le­r­ein­lei­tun­gen gleich wie­der ein neu­es Arbeits­blatt.

Zwi­schen­drin gibt es als Haus­auf­ga­be Com­po­si­ti­on Wort­schatz (doc) und eine Übung zu Con­nec­tors (doc).

Bevor die Schü­ler ihren ers­ten eige­nen Auf­satz schrei­ben, bespre­chen wir noch Com­po­si­ti­on – Tech­ni­que.

Die (hof­fent­lich kor­rekt for­ma­tier­ten) Auf­sät­ze sam­me­le ich wie­der ein und kor­ri­gie­re bzw. mar­kie­re sie. Beim Über­ar­bei­ten ihrer Auf­sät­ze ler­nen die Schü­ler mei­ne Revi­si­on Metho­de ken­nen und müs­sen sie anwen­den. Damit sie mei­ne Abkür­zun­gen ver­ste­hen, müs­sen sie das Han­dout Mar­king (rtf) (als Haus­auf­ga­be) aus­wen­dig ler­nen.

Wenn ich genü­gend Zeit habe, neh­me ich Bei­spie­le aus den Schü­ler­auf­sät­zen und erstel­le ein neu­es Arbeits­blatt Com­po­si­ti­on – Com­mon Mista­kes (doc).

Zwi­schen­drin sol­len sich die Schü­ler als Haus­auf­ga­be Mus­ter­auf­sät­ze anse­hen.

Zum Abschluss der Unter­richts­ein­heit erklä­re ich mit einer Folie (doc) noch­mal, wie der Auf­satz bewer­tet wird.

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HW The Local

  1. JayJay

    Sehr, sehr gut!
    Ein Eng­lisch­leh­rer mit Enga­ge­ment! So einen hät­te ich auch ger­ne!
    Mei­ne tiefs­te Aner­ken­nung! Das macht rich­tig Spaß ihre Mate­ria­li­en durch­zu­ar­bei­ten und dann wirk­lich was zu LERNEN!
    Vie­len, vie­len Dank!

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