Jochen Lüders

Englisch & Sport am Gymnasium ... und ein bisschen Tango

Grammatik abschreiben

… ist m.E. fast immer rei­ne Zeit­ver­schwen­dung. Schon in mei­nem Refe­ren­da­ri­at habe ich mich mit mei­nem Semi­nar­leh­rer über den Sinn des Abschrei­bens von Gram­ma­tik ins Heft – vie­le Kol­le­gen las­sen ja sogar ein eige­nes „Gram­ma­tik­heft“ füh­ren – gestrit­ten. Seit damals habe ich des öfte­ren mit Kol­le­gen über die­ses The­ma dis­ku­tiert, aber immer nur zwei Argu­men­te gehört:

Nr. 1: Der Schü­ler kann Sachen im Gramm­tik­heft nach­se­hen, auch wenn er das dazu­ge­hö­ri­ge Buch bereits abge­ge­ben haben.

Nr. 2: Durch das Abschrei­ben von der Tafel (bzw. der Folie) lernt der Schü­ler bereits etwas.

Das ers­te Argu­ment fin­de ich schlicht­weg lächer­lich und rea­li­täts­fremd. Es mag viel­leicht in einer Zeit gegol­ten haben, in der die Schü­ler kei­ne Gram­ma­tik bzw. kein gram­ma­ti­sches Bei­heft hat­ten. Sinn­voll waren eige­ne Gram­ma­tik­ein­trä­ge in Ein­zel­fäl­len auch noch z.B. in den 80ern, als die Gram­ma­tik z.T. „ato­mi­siert“ quer übers Buch ver­streut war und man ein Phä­no­men kom­pakt behan­deln und schrift­lich fixie­ren woll­te. Die­sen Vor­wurf kann man aktu­el­len Lehr­bü­chern aber m.E. nicht mehr machen.

Auch was Lay­out und Gebrauch von (Leit-)Farben angeht, haben Schul­bü­cher gro­ße Fort­schrit­te gemacht, so dass wohl nur weni­ge Kol­le­gen von sich behaup­ten wer­den, etwas an der Tafel optisch bes­ser und über­sicht­li­cher als im Buch bzw. in der Gram­ma­tik dar­zu­stel­len.

Nach­wie­vor kann ich an der Tafel natür­lich sehr gut die ENTSTEHUNG von etwas demons­trie­ren, indem ich z.B. ein Wort (z.B. ein Adverb zwi­schen Verb und Objekt) weg­wi­sche und an ande­rer Stel­le wie­der hin­schrei­be. Schü­ler schrei­ben aber im Nor­mal­fall nur die End­ergeb­nis­se ab und die ste­hen wesent­lich bes­ser und über­sicht­li­cher im Buch bzw. in der Gram­ma­tik.

Damit ein Schü­ler spä­ter mal in die­sem Gram­ma­tik­heft etwas nach­se­hen kann, muss logi­scher­wei­se alles was drin steht, rich­tig sein, d.h der Leh­rer müss­te es in regel­mä­ßi­gen Abstän­den kon­trol­lie­ren. Genau­so wie beim Voka­bel­heft ist das aber bei unse­ren 30+ Klas­sen nicht zu schaf­fen. Jedem, der noch immer von die­sem Argu­ment über­zeugt ist, kann ich nur emp­feh­len, mal unan­ge­kün­digt Hef­te ein­zu­sam­meln und sich anzu­se­hen, was ent­we­der falsch oder gar nicht abge­schrie­ben wur­de. Frü­her habe ich das immer mal wie­der bei Soh­ne­mann gemacht. Sei­ne Heft­ein­trä­ge waren sau­mä­ßig unzu­rei­chend. Auf ent­spre­chen­de Vor­hal­tun­gen mein­te er aller­dings cool: „Papa, was willst du? In die­ses Heft schau ich eh nie rein, Gram­ma­tik ler­ne ich aus­schließ­lich aus dem Buch, also ist es egal, was in die­sem Heft drin­steht bzw. nicht drin­steht.“ The­ma durch.

Die­se gan­ze Abschrei­be­rei funk­tio­niert, so weit ich das beur­tei­len kann, auch nur halb­wegs mit Mäd­chen (zumin­dest in der Unter­stu­fe). Die haben noch Freu­de dar­an mit ver­schie­de­nen Far­ben zu unter­strei­chen, ein­zu­rah­men, Pfei­le zu malen usw. Jun­gen inter­es­sie­ren sich für die lie­be­voll gestal­te­ten Tafel­bil­der ihrer Leh­re­rIN­NEN meis­tens weit weni­ger und haben oft eine deut­lich spar­sa­me­re Ver­si­on in ihrem Heft. Sie ver­ste­hen (zu Recht) nicht, war­um sie in ihrem Heft müh­sam eine deut­lich SCHLECHTERE Ver­si­on pro­du­zie­ren sol­len. Neh­men wir als Bei­spiel die CEG Gram­ma­tik: Far­ben, Fett­druck, Schrift­grö­ßen und -arten, Anord­nung, Struk­tur – ist doch alles per­fekt! Wozu soll ich da etwas deut­lich Schlech­te­res pro­du­zie­ren?

Argu­ment Nr. 2 gehört m.E. zu den gro­ßen Mythen des (Fremdsprachen-)Unterrichts und ist das Ergeb­nis von wish­ful thin­king. Ich ken­ne kei­ne ein­zi­ge seriö­se Unter­su­chung, die schlüs­sig nach­ge­wie­sen hät­te, dass eine Grup­pe, die Gram­ma­tik ABSCHREIBT die­se bes­ser beherrscht als eine Ver­gleichs­grup­pe, die in der glei­chen Zeit ÜBT.

Ich habe sel­ber eine paar wis­sen­schaft­li­che Stu­di­en 😉 zu die­ser Fra­ge betrie­ben. Zum einen habe ich mich sel­ber beob­ach­tet. Ich kann ohne Pro­ble­me etwas abschrei­ben ohne danach auch nur die gerings­te Ahnung davon zu haben, WAS ich da eigent­lich abge­schrie­ben habe. Zum zwei­ten habe ich Soh­ne­mann beob­ach­tet. Die Lieb­lings­haus­auf­ga­be sei­nes Fran­zö­sisch-Leh­rers besteht dar­in, ein­fach sei­ten­wei­se den Lek­ti­ons­text aus dem Buch abschrei­ben zu las­sen. [Gott­sei­dank rela­ti­viert sich die­se däm­li­che Auf­ga­be dadurch, dass die Haus­auf­ga­be so gut wie nie kon­trol­liert wird, so dass die meis­ten Schü­ler – falls über­haupt – höchs­tens ein Drit­tel des Tex­tes abschrei­ben.] In diver­sen Test­rei­hen habe ich Soh­ne­mann immer mal wie­der gefragt, WAS er denn da eigent­lich geschrie­ben habe – er wuss­te es nicht.

Eine Rei­he von Unter­su­chun­gen kommt zu dem Ergeb­nis, dass der Anteil des Gram­ma­tik­un­ter­richts am Gym­na­si­um unver­än­dert hoch sei und dass Gram­ma­tik bei den Schü­lern äußerst unbe­liebt sei. Ich habe den Ver­dacht, dass es sich bei Grammatik-„Unterricht“ in ers­ter Linie um die­se töd­lich lang­wei­li­gen und weit­ge­hend sinn­lo­sen Gram­ma­tik-Abschrei­be-Stun­den han­delt. Nach mei­ner Erfah­rung sehen Schü­ler durch­aus die Not­wen­dig­keit von Gram­ma­tik ein. Mit Sät­zen wie „Ich nix spre­chen Deutsch gut“ kann man die Wir­kung von fal­scher (bzw. feh­len­der) Gram­ma­tik leicht illus­trie­ren. Auch die unge­lieb­ten Bedin­gungs­sät­ze wer­den durch­aus ein­sich­tig geübt, wenn man anhand z.B. von „Wenn ich ihn sehen war, ich fra­gen ihn“ deut­lich macht, wie unver­ständ­lich so ein Satz ohne rich­ti­ge Gram­ma­tik ist.

Mei­ne Lieb­lings­me­ta­pher für das Ver­hält­nis von Wort­schatz und Gram­ma­tik ist übri­gens die Mau­er. Wör­ter sind die Stei­ne und Gram­ma­tik ist der Mör­tel. Mör­tel allei­ne nutzt mir über­haupt nichts. Wenn ich nur Stei­ne habe, kann ich sie immer­hin auf­ein­an­der schich­ten, das Ergeb­nis ist aber nicht sehr sta­bil und fällt beim ers­ten Sturm wie­der um. Erst wenn ich die Stei­ne mit dem Mör­tel fixie­re, bekom­me ich eine sta­bi­le Mau­er.

War­um ist die­se Abschrei­be­rei immer noch so ver­brei­tet? – „Dös ham­ma imma scho so gmacht.“ dürf­te sicher­lich eine Rol­le spie­len. Zwei­ter mög­li­cher Grund: Die­se Stun­den sind für den Leh­rer bequem und dis­zi­pli­na­risch meis­tens unpro­ble­ma­tisch. Die Schü­ler sind „beschäf­tigt“, meis­tens ist es nicht so laut und man kann (z.B. gegen­über Eltern) auch noch „schwarz (bzw. blau) auf weiß“ nach­wei­sen, dass man „gear­bei­tet“ hat.

Wenn ich Gram­ma­tik ein­füh­re, habe ich gar nicht den Ehr­geiz an der Tafel (bzw. auf Folie) ein Kunst­werk zu schaf­fen. Eine Far­be (rot) muss rei­chen für Her­vor­he­bun­gen. Die gan­ze Dar­stel­lung beschränkt sich auf das ZENTRALE gram­ma­ti­ka­li­sche Phä­no­men, alle Fein­hei­ten bzw. Aus­nah­men kom­men spä­ter. Die Schü­ler sol­len dabei auf­pas­sen, mit­den­ken, ggf. Fra­gen stel­len bzw. mei­ne beant­wor­ten, aber NICHT SCHREIBEN. Danach schau­en wir uns das Gan­ze im Buch an. Und dann wird G-E-Ü-B-T, am Anfang mit Bezug auf die Regel („Auf­grund wel­cher Regel musst du jetzt hier die Ver­laufs­form neh­men?“) spä­ter ohne.

Zurück

Encouraging Reading

Nächster Beitrag

In the beginning

  1. > Hast du oder hat jemand anders damit viel­leicht Erfah­rung?

    Weiß jetzt nicht genau, was du mit „damit“ meinst. Falls du „nur ein ein­zi­ges Heft“ meinst, lau­tet die Ant­wort natür­lich JA, habe ich schon seit Jah­ren. Aller­dings fin­de ich es schon prak­ti­scher, wenn der Lek­ti­ons­wort­schatz kom­pakt bei­ein­an­der steht und nicht quer übers Heft ver­teilt ist. Eini­ge mei­ner 8-Klass­ler dre­hen dafür das Heft ein­fach um und schrei­ben die Wör­ter „von hin­ten nach vor­ne“. Das ist m.E. eine gute Metho­de.

    > irgend­wie über­sicht­li­cher als im Buch.

    OK, hängt natür­lich auch vom Buch ab. Wir arbei­ten mit „Eng­lish G Bay­ern“ (Cor­nel­sen) und da wird die Gram­ma­tik viel bes­ser prä­sen­tiert, als ich das jemals an der Tafel könn­te.

  2. aussiemate

    Hal­lo Jochen,
    auch ich wage an die­ser Stel­le zuzu­ge­ben, dass ich ein gro­ßer Ver­fech­ter des Gram­ma­tik­hef­tes war bis ich fest­stell­te, dass es in Pra­xis nur bedingt funk­tio­nier­te. Die Mädels haben mei­ne Tafel­bil­der immer noch viel schö­ner hin­be­kom­men, bei den Jungs konn­te man oft nix lesen oder sie haben die Hälf­te weg­ge­las­sen. 🙂
    Jetzt hat eine Refe­ren­da­rin mal so Spick­zet­tel am PC gestal­tet, die die Schü­ler dann sofort in ihr Heft kle­ben muss­ten. Fand ich auch kei­ne schlech­te Idee. Aller­dings hat­ten natür­lich wie­der mal nicht alle Schü­ler Kle­ber dabei und dann ist der Zet­tel natür­lich sofort futsch.
    Frü­her woll­te ich auch immer, dass die Schü­ler fle­xi­ble Ord­ner füh­ren mit jeweils unter­schied­li­chen Kate­go­ri­en (Gram­ma­tik, Wort­schatz, Haus­auf­ga­ben), lei­der hat­ten am Ende mal gera­de 6 von 33 Schü­lern ordent­li­che Ord­ner. Inzwi­schen habe ich mir vor­ge­nom­men künf­tig nur noch ein ein­zi­ges Heft für alles füh­ren zu las­sen. Da gehö­ren dann auch Voka­beln rein, die wäh­rend der Stun­de an der Tafel stan­den und die sol­len dann mit einem Rah­men gekenn­zeich­net wer­den. Eben­so kur­ze Regeln zur Gram­ma­tik. Bekom­men nen roten Rah­men. 🙂
    Hast du oder hat jemand anders damit viel­leicht Erfah­rung? Wür­de mich über Kom­men­ta­re freu­en!
    Dei­ne Aus­füh­run­gen zum „Gram­ma­tik abschrei­ben“ habe mich schon nach­denk­lich gemacht. Ich wer­de mal ne Umfra­ge in der Klas­se zu dem The­ma machen. Bis­her fand ich näm­lich (wie Andrea oben) mei­ne eige­nen Gram­ma­ti­k­er­klä­run­gen (übri­gens auf Deutsch- ich geb’s zu, sonst guck ich nur in rat­lo­se Gesich­ter) irgend­wie über­sicht­li­cher als im Buch. Ein Trug­schluss? 🙂 Mal schau­en…

    P.S.: Übri­gens vie­len Dank für die tol­le Sei­te! Hab schon so vie­le Tipps beher­zigt!

  3. ReferendarinimEinsatz

    Ich wür­de das auch immer lie­ber so machen, wie du es beschreibst: Gram­ma­tik an der Tafel ent­wi­ckeln, ler­nen sol­len die Schü­ler aber im Buch.
    Lei­der gibt es aber Semi­nar­leh­rer, die Gram­ma­tik­heft­ein­trä­ge der Schü­ler sehen wol­len… und so kann ich nur auf das Ende des Refe­ren­da­ri­ats war­ten, bis ich mich vom ach so tol­len Heft­ein­trag ver­ab­schie­den kann.

    • > Lei­der gibt es aber Semi­nar­leh­rer […]

      Frag ihn doch ein­fach mal, wel­chen SINN die­ses Ver­fah­ren hat. Es soll ja auch Semi­nar­leh­rer geben, die bereit sind ihr eige­nes Tun kri­tisch zu reflek­tie­ren.

      • Andrea

        Ich wage an die­ser Stel­le zuzu­ge­ben, dass ich doch einen SINN im Füh­ren eines Gramm­tik­hef­tes sehe 😉
        Ich las­se ein sol­ches füh­ren, weil ich Gram­ma­tik immer dann mit den Schü­lern erar­bei­te, wenn die­se im Unter­richts­ge­spräch wirk­lich gebraucht wird und nicht, weil sie im Buch gera­de „dran“ ist.
        D.h., es ste­hen die Sät­ze an der Tafel, zu denen die Schü­ler wirk­lich einen Bezug haben. Außer­dem ist mir bei einem Tafel­an­schrieb wich­tig, dass er kurz, ein­präg­sam und mög­lichst wit­zig ist (und in eng­li­scher Spra­che). Dank Bild­chen und Sym­bo­len habe ich es bis­lang immer geschafft, ein­spra­chig zu blei­ben.
        Auf­grund der Kür­ze kann ich immer alle Heft­ein­trä­ge über­prü­fen und Schü­ler auf Feh­ler auf­merk­sam machen.
        Das Feed­back mei­ner Schü­ler ist übri­gens sehr posi­tiv. Sie fin­den näm­lich die knap­pe Form häu­fig sehr viel ver­ständ­li­cher als die lan­gen For­mu­lie­run­gen im Buch.
        Es gibt sogar Schü­ler, die in der Ober­stu­fe (oder wenn sie selbst Nach­hil­fe ertei­len) die­ses Gram­ma­tik­heft wie­der aus­pa­cken.

        • > D.h., es ste­hen die Sät­ze an der Tafel, zu denen die Schü­ler wirk­lich einen Bezug haben. Außer­dem ist mir bei einem Tafel­an­schrieb wich­tig, dass er kurz, ein­präg­sam und mög­lichst wit­zig ist (und in eng­li­scher Spra­che).

          Das klingt ja sehr inter­es­sant. Hast du die­se Anschrie­be alle im Kopf (bzw. im Ärmel) oder gibt es da schrift­li­che Unter­la­gen? Falls ja, wür­de ich die ger­ne (natür­lich unter dei­nem Namen) auf mei­ner Web­site ver­öf­fent­li­chen.

          > Auf­grund der Kür­ze kann ich immer alle Heft­ein­trä­ge über­prü­fen

          Das ist (wie geschrie­ben) eine wei­te­re Vor­aus­set­zung dafür, dass die Schü­ler da jeweils wie­der rein­se­hen.

          > Es gibt sogar Schü­ler, die in der Ober­stu­fe (oder wenn sie selbst Nach­hil­fe ertei­len) die­ses Gram­ma­tik­heft wie­der aus­pa­cken.

          Respekt, dann muss es wirk­lich gut sein. Lass uns doch an dei­ner gram­ma­ti­ka­li­schen Krea­ti­vi­tät teil­ha­ben.

  4. mat

    ein Argu­ment mei­ner ehe­ma­li­gen Semi­nar­lei­te­rin (nicht für ein extra Gr-heft, aber für tafel­bil­der, die über­nom­men wer­den sol­len): die Gram­ma­tik in den Büchern, auch in den neu­en(!) ist auf Deutsch, ich brin­ge sie aber auf Eng­lisch bei…

    • > ich brin­ge sie aber auf Eng­lisch bei…

      Von Anfang an? Wow, die muss ja gute Schü­ler haben. Mei­ne Kli­en­ten haben ja schon von deut­scher Gram­ma­tik kei­ne Ahnung. Wir spie­len fast immer hei­te­res Begrif­fe-Raten. Die eng­li­sche Ter­mi­no­lo­gie kommt bei mir schon auch, aber aus­schließ­lich in der Fremd­spra­che wür­de das nie funk­tio­nie­ren. Ist auch ein eher unge­wöhn­li­cher Ansatz, den ich so in den Stan­dard-Didak­tik­bü­chern noch nie gese­hen habe.

      • mat

        naja, aber (auf­ge­klär­te) Ein­spra­chig­keit, also auch Ter­mi­no­lo­gie etc, ist schon ein Ziel, oder? Meist las­se ich am Ende noch­mal auf Deutsch zusam­men­fas­sen, aber der Weg dort­hin läuft schon auf Eng­lisch, wenn auch auf ein­fachs­tem Weg und nicht in allen Berei­chen.

      • HP

        Völ­lig rich­tig! Beson­ders im Anfangs­un­ter­richt ist das Her­um­rei­ten auf dog­ma­ti­scher Ein­spra­chig­keit, auch im Gram­ma­tik­un­ter­richt töricht, wenn nicht sogar fahr­läs­sig!!!

    • > (auf­ge­klär­te) Ein­spra­chig­keit, also auch Ter­mi­no­lo­gie etc, ist schon ein Ziel, oder?

      Abso­lut, aber wenn ich mer­ke, dass wie­der mal kein Mensch weiß was z.B ein „verb of per­cep­ti­on“ ist, schal­te ich auf Deutsch um. Danach sobald wie mög­lich wie­der alles in Eng­lisch wie­der­ho­len.

  5. Ich glau­be einen wirk­lich stich­hal­ti­gen Grund für ein Gram­ma­tik­heft zu haben: Die her­kömm­li­chen Gram­ma­tik­re­geln sind z.T. unver­ständ­lich, vor allem aber humor­los und demo­ti­vie­rend. Ich ken­ne eini­ge Kol­le­gen, die Gram­ma­tik mit wit­zi­gen Bei­spie­len und haus­ge­mach­ten Regeln (z.B. „Tus­si-Regeln“) per­sön­lich fär­ben. Abschrei­ben ist sinn­los, selbst gestal­ten aber nicht.

    • > mit wit­zi­gen Bei­spie­len und haus­ge­mach­ten Regeln

      OK, das las­se ich gel­ten. Auf http://www.jochenenglish.de/?page_id=3277 habe ich bei „Ver­schie­de­nes“ sel­ber ein Han­dout „Merk-Wür­di­ge Gram­ma­tik“, das geht in die­se Rich­tung. Ich bezwei­fe­le aber stark, dass vie­le Kol­le­gen in die­ser Rich­tung krea­tiv sind. Aller­dings erwar­te ich auch gar nicht, dass Gram­ma­tik „humor­voll“ daher­kommt.

  6. Dös ham­ma imma scho so gmacht.“ Ken­ne ich. 🙂 Das hal­te ich für den Haupt­grund. Gram­ma­tik als Kul­tur­wis­sen fin­de ich sel­ber span­nend und inter­es­sant, aber das gehört nicht in den Eng­lisch-, allen­falls viel­leicht in den Deutsch­un­ter­richt der Ober­stu­fe.

    Ansons­ten pflich­te ich dir bei. Am schlag­kräf­tigs­ten fin­de ich das Argu­ment, dass die Schü­ler zuviel Feh­ler beim Abschrei­ben machen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Präsentiert von WordPress & Theme erstellt von Anders Norén