Jochen Lüders

Englisch & Sport am Gymnasium ... und ein bisschen Tango

Ballminton

… spielt man paar­wei­se mit Bad­MIN­TON-Schlä­gern und einem Schaum­stoff-BALL. Auf die­se Kom­bi­na­ti­on bin ich gekom­men, weil die „rich­ti­gen“ Bad­min­ton-Bäl­le (auch die aus Plas­tik) bei uns stän­dig kaputt sind (und wir kein Geld haben stän­dig neue zu kau­fen) und weil zwei­tens immer mehr Schü­ler Schwie­rig­kei­ten haben den rich­ti­gen Feder­ball zu tref­fen.

Mit dem Schaum­stoff­ball kann man leich­ter als mit dem Feder­ball Ball­ge­wöh­nungs­übun­gen machen: Rol­len auf dem Schlä­ger, 4x Vor­hand, 4x Rück­hand, danach je 2x, danach für jeden Schlag wech­seln, hoch-tief spie­len, unter den Bei­nen, hin­ter dem Rücken, Ball auf­fan­gen (mit senk­rech­tem Schlä­ger dem Ball ent­ge­gen­kom­men), eige­ne Fol­gen zusam­men­stel­len, pas­send zu Musik etc.

Falls vor­han­den kann man ein nied­ri­ges Netz span­nen, ich neh­me als Netz unse­re Lang­bän­ke. Die Auf­ga­be muss (wie bei Bad­min­ton) von unten gespielt wer­den. Nur bei der Auf­ga­be muss der Ball ein­mal auf­kom­men, alle ande­ren Bäl­le kön­nen direkt vol­ley gespielt wer­den. Wenn man ent­spre­chen­de Lini­en hat, kann man die Auf­ga­be (wie bei Ten­nis) dia­go­nal spie­len las­sen, wenn nicht dann darf sie belie­big gespielt wer­den, aller­dings braucht man eine Linie, VOR der die Auf­ga­be auf­sprin­gen muss, damit sie nicht ganz hin­ter an die Grund­li­nie gespielt wer­den kann, wenn dahin­ter (wie bei uns) gleich die Wand beginnt.

Mit Hil­fe des Kai­ser­spiels (Spiel nach Zeit, z.B. 5 Min.) hat man sehr schnell homo­ge­ne Paa­re, so dass für span­nen­de Spie­le gesorgt ist.

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When I Become a Teacher

  1. RPauck

    Ich hal­te dein erfun­de­nes Spiel für durch­aus inter­es­sant und loh­nens­wert mal aus­zu­pro­bie­ren; das Ein­zi­ge, woge­gen ich mich wen­de ist das „rum­spie­len“ mit BM-Bäl­len.
    Wenn du also „Ball­min­ton“ als für eine Klas­se geeignet(er) hältst als BM, so ist das doch völ­lig legi­tim. Nur kann man m.E. kei­ner­lei posi­ti­ven Trans­fer zwi­schen bei­den Berei­chen erwar­ten, da es sich offen­bar um voll­kom­men unter­schied­li­che Typen von Rück­schlag­spie­len han­delt, die unter­schied­li­che Schlä­ger­hal­tun­gen und Aus­hol­be­we­gun­gen impli­zie­ren und auch vom Tak­ti­schen her grund­auf ver­schie­den sind.

  2. > bei den ohne­hin knap­pen Stun­den soll­te man m.E. dar­auf ach­ten für das Sport­spiel Bad­min­ton funk­tio­na­le Din­ge zu tun

    Da gebe ich dir völ­lig Recht, nur sind bei uns, wie oben geschrie­ben, „die „rich­ti­gen“ Bad­min­ton-Bäl­le (auch die aus Plas­tik) bei uns stän­dig kaputt […] (und wir kein Geld haben stän­dig neue zu kau­fen). Ergo wür­de ich ger­ne BM spie­len, nur kann ich es halt oft nicht. Des­halb habe ich Ball­min­ton erfun­den.

  3. R.Pauck

    Viel­leicht müss­test du ein­fach mal hin­ter­fra­gen, ob sol­che Ball­ge­wöh­nungs­übun­gen über­haupt funk­tio­nal sind. Betrach­tet man das gan­ze von der gene­ti­schen Sicht­wei­se her, so wage ich zu behaup­ten, dass ein guter Bad­min­ton­spie­ler zwar genau die­se Kunst­stück­chen beherrscht, die du als Ball­ge­wöh­nung beschreibst, dass das aber zugleich nicht not­wen­dig ist, um Bad­min­ton zu spie­len. M.E. und mei­ner Erfah­rung nach haben Schü­ler wenig Spaß dar­an mit einem Bad­min­ton­ball zu jon­glie­ren, bei den ohne­hin knap­pen Stun­den soll­te man m.E. dar­auf ach­ten für das Sport­spiel Bad­min­ton funk­tio­na­le Din­ge zu tun. Spie­len kann man nur durch Spie­len ler­nen. Viel Übungs­zeit mit kur­zen Refle­xi­ons­pha­sen, Bewe­gungs­auf­ga­ben „Trei­be dei­nen Geg­ner mög­lichst weit nach hin­ten“ etwa zur Ein­füh­rung des hohen Clear. So soll­te m.E. guter Sport­un­ter­richt zum The­ma Bad­min­ton aus­se­hen.

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