Spielst du bei Klausuren auch immer Zeitansage, weil alle paar Minuten irgendeiner „[s. Überschrift]“ quakt? Mir ist das zu blöd.

Bereits bei der Ankündigung der Klausur weise ich daraufhin, dass die Uhr bereits erfunden wurde und ich keine Zeitauskünfte – mit Ausnahme natürlich des „Schlusscountdown“ („Noch zehn Minuten“) – geben werde. Während der Klausur regiere ich auf entsprechende Anfragen je nach Stimmung mit einem bedauernden Achselzucken oder mit Quatsch („Noch 23,753 Sekunden“). Wie so oft gilt: Wenn du einmal konsequent bei deiner Linie geblieben bist (Nein, du sagst die Zeit auch nicht der bildhübschen Geraldine mit ihrem bezaubernden Augenaufschlag bzw. dem unverschämt gutaussehenden Kevin!), dann hast du beim nächsten Mal keine Probleme mehr und die nervige Fragerei (die die anderen ja auch stört) gehört der Vergangenheit an.

Einige Kollegen erlauben Handys als Ersatz für Uhren, davon halte ich nichts. „Ihr dürft das Handy auf der Bank liegen haben, es aber nicht berühren“ funktioniert meistens nicht, weil das Display nach einer bestimmten Zeit automatisch verdunkelt und man nichts mehr sehen kann. Bei einigen Modellen muss man nach einer bestimmten Zeit erst wieder die PIN eingeben (bzw. auf dem Display rumwischen) um die Uhrzeit angezeigt zu bekommen. Da ich keine Lust habe, ständig wie ein Luchs aufzupassen, ob jetzt jemand „nur“ seine PIN eingibt oder doch mal schnell ein Wort (oder die Struktur des italienischen Sonetts) nachschlägt, dürfen bei mir Handys nicht als Uhrenersatz verwendet werden.