Jochen Lüders

Englisch & Sport am Gymnasium ... und ein bisschen Tango

Noten im Sport

Vor kur­zem kri­ti­sier­te mich eine Mut­ter mal wie­der hef­tig dafür, dass es in mei­nem Sport­un­ter­richt auch schlech­te Noten gibt. Ihrer Mei­nung nach soll­te im Sport die schlech­tes­te Note 3 sein, alles ande­re wür­de die Kin­der „demo­ti­vie­ren“ und ihnen den Spaß am Sport ver­der­ben. Obwohl die­se Mei­nung bei vie­len Schü­lern, Eltern und (lei­der auch) Leh­rern ver­brei­tet ist, hal­te ich sie für falsch.

Das The­ma „Noten im Sport“ ist natür­lich viel zu kom­plex um in einem kur­zen Blog­ein­trag ange­mes­sen behan­delt zu wer­den. Ich möch­te mich des­halb nur mit einem ein­zi­gen Aspekt beschäf­ti­gen, näm­lich dem Zusam­men­hang zwi­schen Noten und (De)Motivation. Es geht also im Fol­gen­den NICHT z.B. um „sub­jek­ti­ve“ vs. objek­ti­ve Beno­tung und die Fra­ge, wel­che davon im Sport domi­nie­ren soll­te oder die Fra­ge, ob Sport über­haupt beno­tet wer­den soll­te. Es geht auch nicht um all­ge­mei­ne Erzie­hungs­fra­gen wie „Soll­te man Kin­der vor Anstren­gung und Ent­täu­schung bewah­ren?“, „Wer­den schulische/sportliche Leis­tun­gen auto­ma­tisch bes­ser, wenn ich ein Kind nur oft genug lobe?“ usw.

Bevor man über Noten dis­ku­tiert, muss man erst­mal klar­stel­len, wel­che Art von Noten man über­haupt meint. Im Fol­gen­den schrei­be ich aus­schließ­lich über EIN­ZEL­no­ten, also nicht über ZEUG­NIS­no­ten. Die Zeug­nis­no­te gibt zwar im Nor­mal­fall den Durch­schnitt der Ein­zel­no­ten wie­der, muss es aber nicht. Gott­sei­dank haben wir (in Bay­ern) die Mög­lich­keit bei der Noten­bil­dung auch noch ande­re Fak­to­ren wie Mit­ar­beit bzw. Leis­tungs­be­reit­schaft und kör­per­li­che Vor­aus­set­zun­gen und Kon­sti­tu­ti­on zu berück­sich­ti­gen. Solan­ge sich ein Schü­ler im Rah­men sei­ner (noch so beschränk­ten) Mög­lich­kei­ten bemüht, bekommt er bei mir im Zeug­nis die Note 4, auch wenn sei­ne objek­ti­ven Leis­tun­gen eigent­lich schlech­ter waren.

Anders ver­fah­re ich bei Schü­lern, die z.B. extre­me moto­ri­sche Defi­zi­te haben und des­halb gar nicht mehr rich­tig am Sport­un­ter­richt teil­neh­men kön­nen, weil sie selbst nach meh­re­ren Stun­den z.B. den Bad­min­ton-Ball bei der Auf­ga­be nicht tref­fen. Nach Rück­spra­che mit den Eltern bzw. dem zustän­di­gen (Kinder-)Arzt befreie ich die­se Kin­der meis­tens völ­lig von der Beno­tung.

Zurück zur Behaup­tung „Schlech­te­re Noten im Sport als 3 demo­ti­vie­ren die Schü­ler.“ Eine logi­sche Kon­se­quenz die­ser Theo­rie ist, dass man eigent­lich über­haupt kei­ne objek­ti­ven Leis­tun­gen mehr ver­lan­gen soll­te. Aus mei­nen Leicht­ath­le­tik (doc) und Lie­ge­stütz (doc) Tabel­len geht ganz klar her­vor, wer wel­che Note für wel­che Leis­tung bekommt. Was mache ich jetzt mit Schü­lern, die z.B. auf 1.000 Meter über 6 Minu­ten brau­chen oder nicht mal zwei kor­rek­te Lie­ge­stüt­ze zusam­men­brin­gen? Soll der auch eine 3 bekom­men, obwohl sei­ne „Leis­tung“ laut Tabel­le ganz klar „unge­nü­gend“ ist? Sol­len nur noch die lau­fen, die wol­len oder, noch bes­ser, soll über­haupt nie­mand mehr 1.000 Meter auf Zeit lau­fen bzw. Lie­ge­stüt­ze machen müs­sen?

Bizarr fin­de ich an der For­de­rung nach aus­schließ­lich guten Noten im Sport, dass deren Ver­fech­ter offen­sicht­lich ganz ernst­haft glau­ben, dass sich die Schü­ler über die­se Noten freu­en wür­den. Mei­ner Mei­nung nach trifft genau das Gegen­teil zu. Nur weil ein Kind irgend­ei­ne Note bekommt, bedeu­tet das ja nicht auto­ma­tisch, dass es sich nicht mehr mit sei­nen Mit­schü­lern ver­gleicht. Es weiß ganz genau, dass es eben nicht „befrie­di­gend“ ist, wenn es im Vol­ley­ball kaum einen Ball trifft, auf 1.000 Meter drei Minu­ten län­ger braucht als die meis­ten ande­ren und nach drei Lie­ge­stüt­zen zusam­men­bricht.

Selbst wenn die Stra­te­gie der Kuschel­no­ten in der Schu­le funk­tio­nie­ren wür­de, wür­de das „wah­re Leben“ außer­halb der Schu­le die Maß­stä­be schnell zurecht­rü­cken. Gott­sei­dank trei­ben doch noch vie­le Kin­der und Jugend­li­che außer­halb der Schu­le Sport. Beim Kicken mit Gleich­alt­ri­gen wird dann sehr schnell deut­lich, dass die 3 in der Schu­le abso­lut wert­los ist, wenn man von den ande­ren stän­dig nur als „Fla­sche“ titu­liert wird und immer als letz­ter gewählt wird bzw. gar nicht erst mit­spie­len darf. Erst vor kur­zem hat mich ein Ver­eins­trai­ner gefragt, war­um die Kin­der im Schul­sport immer bes­se­re Noten bekom­men, obwohl sie in Wahr­heit immer schlech­ter wer­den. Als ich ihm von dem gan­zen Moti­va­ti­ons­quatsch erzählt habe, hat er nur noch den Kopf geschüt­telt.

Die Fit­ness der Kin­der und Jugend­li­chen in Deutsch­land lässt immer mehr nach. Sie ist nach einer Stu­die der AOK, des Deut­schen Olym­pi­schen Sport­bun­des (DOSB) und des Wis­sen­schaft­li­chen Insti­tuts der Ärz­te Deutsch­lands (WIAD) seit 2001 deut­lich mess­bar zurück­ge­gan­gen. Die Stu­die, an der mitt­ler­wei­le 800.000 Schü­le­rin­nen und Schü­ler teil­ge­nom­men haben, stellt außer­dem fest: Die Kluft zwi­schen den Kin­dern und Jugend­li­chen, die fit sind, und ihren unsport­li­chen Alters­ge­nos­sen wird immer grö­ßer. Der Schul­sport könn­te hier zu ent­schei­den­den Ver­bes­se­run­gen füh­ren. (Quel­le)

Wenn man Eltern fragt, wie der Schul­sport ihrer Mei­nung nach sol­che „ent­schei­den­den Ver­bes­se­run­gen“ bei über­ge­wich­ti­gen und bewe­gungs­fau­len Kin­dern und Jugend­li­chen errei­chen kön­ne, hört man meis­tens, dass der Leh­rer halt „infor­mie­ren und moti­vie­ren“ müs­se. Auf den Hin­weis, dass sie als Eltern das doch wohl offen­bar ohne Erfolg auch schon in gro­ßem Umfang ver­sucht hät­ten, erfolgt meis­tens das Ein­ge­ständ­nis, dass alle Bemü­hun­gen bei ihrem Kind lei­der nichts gefruch­tet hät­ten.

Füh­ren Infor­ma­ti­on und Moti­va­ti­on denn bei Erwach­se­nen dazu, dass sie sich gesün­der ernäh­ren, mehr bewe­gen und das Rau­chen auf­hö­ren? Zahl­lo­se Stu­di­en bele­gen, dass all die schö­nen Appel­le und Kam­pa­gnen ver­puf­fen und die meis­ten Leu­te erst etwas ändern, wenn sie beim Trep­pen­stei­gen zu schnau­fen anfan­gen bzw. der Arzt ihnen ein­dring­lich ins Gewis­sen redet. War­um soll bei Kin­dern und Jugend­li­chen etwas funk­tio­nie­ren, was bei ein­sich­ti­gen Erwach­se­nen auch nicht klappt?

Indem Eltern, in dem Glau­ben ihren Kin­dern etwas Gutes zu tun, inter­ve­nie­ren und den Sport­leh­rer unter Druck set­zen (Zitat: „Sie schei­nen wohl nicht der Mei­nung zu sein, dass Ihre Auf­ga­be als Leh­rer in ers­ter Linie die Moti­va­ti­on und För­de­rung der Kin­der im Sport sein soll­te, son­dern set­zen eher auf Frus­tra­ti­on und Bla­ma­ge“) ver­hin­dern sie, dass ihre Kin­der das gei­le, par­don, groß­ar­ti­ge Gefühl erle­ben, durch eige­nen Anstren­gung etwas geschafft zu haben. Heu­te weiß man, dass die­ses Hoch­ge­fühl (das durch das kör­per­ei­ge­ne Beloh­nungs­sys­tem und die Hor­mo­ne Dopa­min, Adre­na­lin und Sero­to­nin ver­ur­sacht wird) der ent­schei­den­de Antrieb für wei­te­res Sport­trei­ben ist. Aus zahl­lo­sen Stu­di­en weiß man inzwi­schen, dass Ver­nunft und Ein­sicht („Ich bin zu dick und muss was für mei­nen Kreis­lauf tun“) auf Dau­er eben NICHT aus­rei­chen um sich regel­mä­ßig zu bewe­gen und sich ange­mes­sen anzu­stren­gen. Indem Eltern mit aller Macht ver­hin­dern wol­len, dass ihre Kin­der an einer Her­aus­for­de­rung zunächst ein­mal schei­tern und danach regel­mä­ßig üben müs­sen (gera­de bei Untrai­nier­ten sind bei regel­mä­ßi­gem Trai­ning die Fort­schrit­te und Erfolgs­er­leb­nis­se am Anfang am größ­ten!) um bes­ser zu wer­den, neh­men sie ihnen die ent­schei­den­de Erfah­rung, die sie zu wei­te­rem (bzw. lebens­lan­gem) Sport­trei­ben moti­vie­ren könn­te.

Absurd fin­de ich auch die Behaup­tung, dass nur gute Noten Schü­ler moti­vie­ren sich (mehr) anzu­stren­gen. In fast allen ande­ren Fächern bil­ligt man schlech­ten Noten eine „extrinsisch“ moti­vie­ren­de Wir­kung zu: „Lern mehr bzw. streng dich mehr an, dann wer­den dei­ne Noten auch bes­ser.“ Aus­ge­rech­net für Sport, wo der Zusam­men­hang zwi­schen Üben und Leis­tungs­ver­bes­se­rung so evi­dent ist, soll das nicht gel­ten. War­um?

Betrach­ten wir die Wir­kung von guten Noten mal aus der Sicht eines unsport­li­chen, bewe­gungs­fau­len Schü­lers. Egal, was er macht, er weiß, dass er eine 3 bekommt. War­um, um Him­mels wil­len, soll er sich anstren­gen? Wie reagie­ren gute Sport­ler auf aus­schließ­lich gute Noten? Die abso­lu­ten Nie­ten bekom­men eine 3, alle, die es irgend­wie ein biss­chen kön­nen eine 2 und alle ande­ren eine 1. Was ist eine 1 dann noch wert? Nichts. Kann man sich über eine 1 dann noch freu­en? Nein. Moti­viert die­se 1 dazu sich mehr anzu­stren­gen? War­um soll­te man, man bekommt ja auch ganz ohne Anstren­gung die 1. An der Wir­kung von Noten ändert sich natür­lich über­haupt nichts, wenn man die gan­ze Ska­la eine Note nach oben ver­schiebt und ver­kün­det: „Bei mir gibt es kei­ne schlech­te­ren Noten als 4.“

Wie in allen ande­ren Fächern ist es natür­lich der leich­tes­te Weg nur gute Noten her­zu­ge­ben. Man ver­mei­det anstren­gen­de Dis­kus­sio­nen mit Schü­lern und Eltern (und bei Beschwer­den mit dem Chef) und hat sei­ne Ruhe. Oft läuft es (wie in ande­ren Fächern) auf einen still­schwei­gen­den Deal hin­aus: „Ich tu euch nichts, wenn ihr mir nichts tut.“ Selbst­ver­ständ­lich sind sol­che Leh­rer auch häu­fig „beliebt“. Ob sie aller­dings auch GUTE Leh­rer sind, ist eine ganz ande­re Fra­ge.

Obwohl die­se Zusam­men­hän­ge m.E. so ein­leuch­tend sind, wei­gern sich nach mei­ner Erfah­rung vor allem Sport­leh­re­rin­nen beharr­lich sie zur Kennt­nis zu neh­men bzw. bei ihrer Noten­ge­bung zu berück­sich­ti­gen. Vor ein paar Jah­ren habe ich eine Leh­rer­fort­bil­dung zum The­ma Sport­no­ten gelei­tet. Unter Ande­rem ging es auch um die Lust­lo­sig­keit der Mäd­chen vor allem in der Mit­tel­stu­fe. Ich ern­te­te nur Unver­ständ­nis und Empö­rung als ich ver­such­te dar­zu­le­gen, dass die häu­fig beklag­te man­geln­de Moti­va­ti­on und Bewe­gungs­un­lust nicht trotz son­dern WEGEN der absurd guten Noten ent­steht. Auch die Erzäh­lun­gen mei­ner zwei Töch­ter und vie­ler Schü­le­rin­nen bestä­ti­gen mei­ne Erfah­rung, dass unge­recht­fer­tigt gute Noten genau das Gegen­teil vom eigent­lich Gewünsch­ten bewir­ken.

Neh­men wir für die Wir­kung von schlech­ten Noten mal das Bei­spiel Lie­ge­stüt­ze. Aus mei­ner Tabel­le geht klar her­vor, wie­vie­le man in wel­cher Klas­se für eine bestimm­te Note kön­nen muss. Wir machen rela­tiv bald (nach­dem wir mehr­mals die kor­rek­te Aus­füh­rung geübt haben) Noten. Ein Schü­ler bricht nach dem zwei­ten Lie­ge­stütz zusam­men und bekommt eine 6. Natür­lich ist die ers­te Reak­ti­on Ent­täu­schung und Frus­tra­ti­on. Men­schen reagie­ren unter­schied­lich auf Ent­täu­schun­gen, die einen resi­gnie­ren, die ande­ren fin­den sich nicht damit ab und beschlie­ßen etwas zu unter­neh­men. Wir bespre­chen im Unter­richt, wie schnell man sich gera­de im Kraft­be­reich durch regel­mä­ßi­ges Trai­ning ver­bes­sern kann. Ich sage den Schü­lern, dass wir das Gan­ze nach ca. vier Wochen wie­der­ho­len und sie ver­su­chen kön­nen ihre Note zu ver­bes­sern (ver­schlech­tern gibt’s bei mir nicht). Nach ein paar Wochen kommt der Schü­ler wie­der, jetzt kann er schon sechs  Stück. Das ist zwar (in einer 6ten Klas­se) gera­de noch die Note 5, aber er hat sei­ne Leis­tung ver­drei­facht, dafür lobe ich ihn natür­lich und dar­auf kann er stolz sein. Das Erfolgs­er­leb­nis, ver­stärkt durch das Lob, moti­viert ihn zu wei­te­ren Anstren­gun­gen. Nach ein paar wei­te­ren Wochen …

Ein wei­te­rer Aspekt des The­mas ist, dass „Kin­dern und Jugend­li­chen einen deut­li­chen Hang zur Selbst­über­schät­zung der­kör­per­li­chen Leis­tungs­fä­hig­keit [zei­gen]. Die­se Nei­gung ist bei Jun­gen stär­ker aus­ge­prägt als bei Mäd­chen und nimmt mit­zu­neh­men­dem Jugend­al­ter ab“ (Quel­le S. 10). Das erklärt die z.T. dras­ti­schen psy­cho­lo­gi­schen Fol­gen einer Frus­tra­ti­on durch eine objek­ti­ve Leis­tungs­mes­sung, gera­de bei Kin­dern, die sonst zu den (sehr) guten Sport­lern gehö­ren. „Hier sind vor allem Sport­leh­rer auf­ge­ru­fen, ihren Schü­le­rin­nen und Schü­lern mehr Rea­li­täts­sinn nahe­zu­le­gen und ihnen gleich­zei­tig zu ver­mit­teln, wo ihre indi­vi­du­el­len Schwä­chen lie­gen und wie­viel Spaß das Not­wen­di­ge machen kann“ (S. 10). Das mit dem „Spaß ver­mit­teln“ ist aller­dings nicht so ein­fach …

In Bay­ern wird immer mal wie­der dis­ku­tiert, ob Sport Vor­rü­ckungs­fach wer­den soll­te. Die häu­figs­te Begrün­dung lau­tet, dass man dadurch das Fach „auf­wer­ten“ wol­le. Von die­sem Vor­schlag hal­te ich über­haupt nichts. Sport genießt in unse­rer Gesell­schaft und gott­sei­dank bei den meis­ten Schü­lern ein aus­rei­chend hohes Anse­hen, da braucht nichts „auf­ge­wer­tet“ zu wer­den. Für die meis­ten Jun­gen ist es schlimm genug in Sport zu ver­sa­gen, völ­lig unab­hän­gig davon, ob Sport Vor­rü­ckungs­fach ist oder nicht. Die ein­zi­ge Kon­se­quenz wäre, dass noch viel mehr Schmu­se­no­ten ver­ge­ben wer­den wür­den, weil ja nie­mand ris­kie­ren möch­te, dass jemand wegen Sport durch­fällt. Dadurch wür­de genau das Gegen­teil des ursprüng­lich Inten­dier­ten ein­tre­ten, das Fach wür­de ENT­wer­tet. Wenn Sport hin­ge­gen kein Vor­rü­ckungs­fach ist, kann ich z.B. bei schlech­ten Leis­tun­gen und man­geln­der Leis­tungs­be­reit­schaft wei­ter­hin die Note 5 geben, ohne dass ich gleich „eine Schul­lauf­bahn zer­stö­re“. Die ein­fachs­te Mög­lich­keit Sport auf­zu­wer­ten ist m.E. ange­mes­se­ne Leis­tun­gen zu ver­lan­gen und den Schü­lern nicht mehr die guten Noten hin­ter­her­zu­wer­fen.

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  1. eisen

    Neh­men wir für die Wir­kung von schlech­ten Noten mal das Bei­spiel Lie­ge­stüt­ze. Aus mei­ner Tabel­le geht klar her­vor, wie­vie­le man in wel­cher Klas­se für eine bestimm­te Note kön­nen muss. Wir machen rela­tiv bald (nach­dem wir mehr­mals die kor­rek­te Aus­füh­rung geübt haben) Noten“

    Lächer­lich und zeitgt wie Sinn­frei der Lehr­plan ist .

    Ich kann kein ein­zi­gen Lie­ge­stüt­ze und auch kein ein­zi­ge Klimm­zü­ge.

    Ich wie­se 156KG und Stem­me im Trai­ning 25KG Knie­beu­gen und 280KG Dead Lift
    Ich mache Strong­mann

    Ich wür­de bei Ihnen eine 6 bekom­men aber mache bei meis­te­s­chaf­ten mit lol

  2. Eisen

    Noten in Sport / Musik und Kunst sind ein abso­lu­ter witz und gehö­ren abge­schafft zumal, wenn dann noch dazu kommt das Leh­rer Ihr Pro­gramm abspü­len und in keins­ter Wei­se auf die Schüler/in ein­ge­hen.

    Allei­ne die Aus­sa­ge“ wenn er alles gege­ben hat, was unter sei­nen Vor­aus­set­zun­gen mög­lich ist“ bekommt er eine 4 ist doch blan­ker hohn, wie soll also ein Schü­ler der unter sei­nen Vor­aus­set­zun­gen alles gege­ben hat dann jemals auf eine 3 / 2 oder gar 1 kom­men?

    so Beno­te­te mal evtl auf einer NAPOLA aber doch nicht auf einer nor­ma­len Schu­le?!

    Wenn ich alles gege­ben habe und mit maxi­ma­ler Wil­lens­kraft an die Sachen ran­ge­gan­gen bin und trotz­dem nur eine 4 bekommt, ist das ein­fach nur Demo­ti­vie­rend und ich kann es gleich sein las­sen.

    Ich bin zwar schon 17 Jah­re aus der Schu­le raus aber ein Bei­spiel von mir, ich war schon immer stäm­mig und etwas Über­ge­wich­tig, will sagen weder der Schnellst noch der Agils­te, nun wur­den aber (wohl bedingt durch den) Lehr­plan stän­dig Fuß­ball, Völ­ker­ball, Vol­ley­ball usw gespielt und bewer­tet, alles Din­ge, für die ich kör­per­lich weder gebaut bin, noch din­ge die mich Inter­es­siert haben, ich habe in der Frei­zeit Eisen gestemmt und drü­cke heu­te 250KG Knie­beu­gen mit Frei­han­teln.

    DAS war aber nie gefragt im Sport Unter­richt, ich bekam also stän­dig 5er und 6er.

    Das Glei­che in Musik, ich war und bim Hea­vy Metal fan, ich spie­le damals pri­vat gar ok Gitar­re beno­tet wur­de man im Prak­ti­schen aber nur am Xylo­phon und im Sin­gen (als Jun­ge im Stimm­bruch) logisch war auch hier das ich nur 4 / 5 / und 6er gesam­melt habe. auf die Fra­ge, ob ich nicht an der Gitar­re beno­tet wer­den könn­te und er mit dazu eben ein Lied geben könn­te oder ich mir selbst ein Aus­su­che bekam ich nur die Ant­wort „Steht nicht im lehr­plan.“

    Wie genau Spie­geln die­se Noten nun die Rea­li­tät wie­der?

    Ich kann nur jedem Emp­feh­len schickt Eure Kin­der auf eine Montesso­ri Schu­le da wird auf Bedürf­nis­se und Fer­tig­kei­ten ein­ge­gan­gen und aktiv geför­dert.

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