… ist eine effek­ti­ve Metho­de Wort­schatz zu wie­der­ho­len und zu (re)aktivieren. Auf Eng­lisch nen­ne ich das „men­tal revi­si­on“, bin mir aber nicht sicher, ob das wirk­lich der pas­sen­de Begriff ist. Mit mei­ner 10ten habe ich die­se Metho­de ges­tern anhand unse­res Spot­light-Wort­schat­zes geübt.

Jeder hat­te „sei­nen“ (von mir kor­ri­gier­ten) Wort­schatz gelernt und muss­te auch den ent­spre­chen­den Zet­tel mit­brin­gen. Die gan­ze Akti­on lief als Part­ner­ar­beit. Als ers­tes wer­den die bei­den „per­sön­li­chen“ Wort­schatz-Zet­tel zwi­schen den Nach­barn aus­ge­tauscht und ver­deckt auf die Bank gelegt. Als nächs­tes muss jeder so vie­le „sei­ner“ eng­li­schen Wör­ter wie mög­lich auf einen neu­en Zet­tel schrei­ben. Sobald sich kei­ner der bei­den mehr an ein wei­te­res Wort erin­nern kann, wer­den auch die­se bei­den Zet­tel getauscht.

Im nächs­ten Schritt nimmt nun jeder den Vocab-Zet­tel und den Zet­tel mit den erin­ner­ten Wör­tern, über­prüft die Recht­schrei­bung (und mar­kiert ggf. Feh­ler) und macht neben jedem „erin­ner­ten“ Wort ein Häk­chen, so dass er auf einen Blick sehen kann, an wel­che Wör­ter sein Nach­bar sich NICHT erin­nert hat.

Danach ent­schei­det ein schnel­les RPS-Match wer als ers­ter wei­ter­macht. Der Sie­ger behält den Wort­schatz­zet­tel mit den Häk­chen, gibt den Zet­tel mit den erin­ner­ten Wor­ten an sei­nen Nach­barn zurück und prüft nun die rest­li­chen, nicht-erin­ner­ten Wör­ter deutsch-eng­lisch ab, d.h. er sagt das deut­sche Wort und sein Nach­bar muss wie­der (nach einer Linie) die eng­li­schen Wör­ter hin­schrei­ben. Nach­dem ALLE Wör­ter abge­prüft wur­den, geht der Zet­tel wie­der zur Aus­wer­tung an den „Prü­fer“ zurück.

Alle erin­ner­ten und rich­tig geschrie­be­nen Wör­ter zäh­len 2 Punk­te, wenn sie falsch geschrie­ben wur­den nur 1 Punkt. Alle nicht-erin­ner­ten, aber „gewuss­ten“ und rich­tig geschrie­be­nen Wör­ter zäh­len nur 1 Punkt, gewusst aber falsch geschrie­ben nur 0,5 Punkt. Maxi­mal kann man also (20 Wör­ter x 2 Punk­te =) 40 Punk­te erzie­len. Für die Umrech­nung in Noten habe ich einen 3er-Schritt genom­men: 40 – 37 Punk­te = 1 / 36,5 – 33 = 2 usw.

Wenn der eine aus­ge­wer­tet wur­de, wer­den die Rol­len wie­der getauscht und das Gan­ze beginnt noch­mal von vor­ne. Auf die­se Art wie­der­holt nicht nur jeder sei­nen eige­nen Wort­schatz, son­dern muss sich auch den Wort­schatz sei­nes Nach­barn genau anse­hen, viel­leicht bleibt dabei ja auch das eine oder ande­re Wort hän­gen.

Falls als Haus­auf­ga­be Wort­schatz gelernt wer­den muss­te, wen­de ich die­se Metho­de auch ger­ne statt einer „Rechen­schafts­ab­la­ge“ zu Beginn der Stun­de an. ALLE müs­sen sich dabei noch mal inten­siv mit den neu­en Wör­tern beschäf­ti­gen, die eine Hälf­te sich-erin­nernd und schrei­bend, die ande­re kor­ri­gie­rend. Wenn’s schnel­ler gehen soll, muss nur der RPS-Ver­lie­rer schrei­ben und der Gewin­ner kann sich genüss­lich aufs „Prü­fen“ beschrän­ken. Woher Schü­ler in die­ser Situa­ti­on nur immer die­se leicht sadis­ti­schen Ten­den­zen haben …?