Jochen Lüders

Englisch & Sport am Gymnasium / Tango & Tanzfeste

Klausuren

Im Folgenden Tipps zum Konzipieren von Oberstufen-Klausuren, die sich in inzwischen 30 Berufsjahren bewährt haben.

Möglichst „zeitlose“ Texte

Eine nicht unerhebliche Zahl von Kollegen stellt an sich selbst offensicht­lich den Anspruch in ihrem Unterricht (vor allem in Bezug auf Politik) stets auf der Höhe der Zeit und damit „top-aktuell“ zu sein. Obwohl man sich vor Augen halten sollte, dass man Englisch und nicht (Tages-) Politik unterrichtet, ist gegen diese Haltung grund­sätzlich nichts zu sagen, so lange sie sich auf den Unterricht und begleitende Materialien wie Cartoons, aktuelle Texte etc. bezieht.

Ausgesprochen arbeitsaufwendig wird es jedoch, wenn dieser Anspruch auch für Klausuren gelten soll. Ich kenne Kollegen, die jedes halbwegs bedeutende (tages-)aktuelle Ereignis in Klausuren „verbraten“. Dieses Verfahren ist mit einem Haufen Arbeit ver­bunden. Es muss (meistens im Internet) recher­chiert werden, Texte müssen auf ihre Eig­nung hin geprüft, bearbeitet und ggf. gekürzt werden. Fragen müssen entworfen und ein entsprechender Erwartungs­horizont muss formuliert werden. Mit einem Text ist es norma­lerweise nicht getan, weil man sich ja auf Nachschreiber einstellen muss, so dass sich das Ganze wiederholt. All diese Themen sind jedoch von so begrenzter „Haltbarkeit“, dass man sie bereits nach zwei Jahren (wenn man z.B. wieder einen Oberstufenkurs hat) nicht mehr ver­wenden kann. Dann geht die ganze Arbeit wieder von vorne los …

Ich verfolge bei Klausuren eine völlig andere Strategie. Ich verwende beim ersten Mal falls nötig viel Zeit darauf zwei möglichst „zeitlose“ Texte zu finden, die ich auch noch in ein paar Jahren verwenden kann. Im Lauf der Jahre „tune“ ich meine Schulaufgaben immer wieder, indem ich während der Korrektur bereits Verbesserungen für das nächste Mal eintrage. Aufgrund der Tatsache, dass ich vergleichbare Arbeiten bereits korrigiert habe, tue ich mich natürlich auch bei der Korrektur wesentlich leichter. Ich kann nicht erkennen, warum jemand ein besserer Lehrer sein soll, nur weil er sich stän­dig einen Haufen Arbeit macht, die sowieso von niemand honoriert wird. Das soll nun natürlich nicht bedeuten, dass man jahrelang irgendwelche „ollen Kamellen“ durchnudelt und z.B. einen Text über Richard Nixon vorlegt. Es gilt Texte zu finden, die grundsätzliche Aspekte z.B. des amerikanischen Präsidenten behandeln ohne sich zu sehr in (zeitgebunde­nen) Details zu verlieren. Wie so oft, muss man am Anfang Zeit und Energie in­vestieren um langfristig eine Menge Zeit und Arbeit zu sparen.

Falls du einen Text für eine Schulaufgabe suchst, solltest du zunächst in bewährten aktuellen Ober­stufen-Büchern nachschauen. Die Texte sind bereits wort­schatzmäßig und didaktisch auf­bereitet, man hat bereits sinnvolle Fragen und (mit dem dazugehörigen Lehrerhandbuch) auch schon eine Musterlösung. Auf diese Art kann man sehr viel Arbeit sparen. Eine Fundgrube für Texte sind oft auch ältere Bücher wie z.B. New Context (Cornelsen) und ältere Ausgaben von Green Line Oberstufe. In jedem Fall solltest du mal in die Lehrmittelbücherei deiner Schule gehen und nachschauen, was dort an verstaubten Büchern rumliegt.

Genügend Punkte

Je weniger Punkte es insgesamt gibt, desto enger rücken alle Schüler zusammen und bei umso mehr Schülern fehlt nur ein oder ein halber Punkt zur nächstbesseren Note. Ent­sprechende Fragen bzw. Proteste sind somit vorprogrammiert. Aus diesem Grund achte ich auf eine ausreichend hohe Gesamtpunktzahl: Bei Schulaufgaben in Klasse 5-10 mindestens 60, in der Oberstufe mindes­tens 80 BE (= BewertungsEinheiten / Punkte).

Präzise Vorgaben

Wenn es darum geht Gründe, Stilmittel o.Ä. aufzuzählen, achte ich darauf präzise Vor­gaben zu machen. Also nicht „Which stylistic devices does the author use?“. Erstens weiß der Schüler bei solchen vagen Aufgaben nicht, was er genau machen soll (nur die Fachbegriffe nennen, Wirkung beschreiben, Beispiele nennen?), zweitens tut man sich bei der Korrektur schwer, wenn der eine zwei Stilmittel und der nächste fünf beschreibt. Stattdessen: „Give three relevant stylistic devices and illustrate them with two examples each.” Durch die Einschränkung „relevant” müssen die Schüler zeigen, dass sie Wichtiges von Unwichtigem unterscheiden können (= Kriterium für Inhaltspunk­te), „three“ bzw. „two“ garantiert, dass nachher alle ungefähr gleich viel haben und ich besser vergleichen bzw. bewerten kann. Falls sich jemand nicht an die Vorgaben hält, gibt es entsprechenden Abzug im Inhalts-Bereich.

Anzahl der Wörter vorgeben

Bei mir heißt es immer „Write about 250 words“ und nicht „Write about x sentences“. Das Wort „about“ ist dabei so zu ver­stehen, dass der Schüler sich eine typische Zeile nehmen soll, und diese Zeile mit der Anzahl seiner bereits geschriebenen Zeilen multi­plizieren soll. Auf genau die selbe Art kann ich auch ziemlich schnell die ungefähre Wortzahl überprüfen, während das Zählen von Sätzen wesentlich länger dauert. Hinzu­kommt, dass viele Schüler bei vorgegebener Satzzahl anfangen Sätze zu „schinden“, indem sie aus einem normalen Hauptsatz mit Nebensatz zwei (stilistisch schlechte) Hauptsätze machen.

Falls ein Schüler mehr als die vorgegebene Wortzahl schreibt, macht das normalerweise überhaupt nichts, solange es halbwegs im Rahmen bleibt und er nicht anfängt zu schwafeln. Ich kann überhaupt nicht verstehen, warum eine ganze Reihe von Lehrer immer gleich Punkte abziehen, nur weil ein Schüler 10 Wörter mehr als erlaubt geschrieben hat. Völlig unsinnig finde ich deshalb auch Anweisungen wie „Count your words exactly“ (ist allerdings in einigen Bundesländern vorgeschrieben).

5/5 Punkte-Schema

Bei Schulaufgaben in der Oberstufe halte ich mich immer an das 5/5 Punkte-Schema, wie es auch im (bayerischen) Abitur angewendet wird. Danach gibt es für Inhalt und Sprache jeweils maximal 5 Punkte (Ausnahme beim Composition 4/6). Für einfache Fra­gen gibt es insgesamt 10 Punkte bzw. „Bewertungseinheiten“ (BE), für „normale“ Fragen 20 BE (5/5 x 2) und für schwierige (Interpretations-)Fragen 30 BE (5/5 x 3). Dadurch, dass ich immer im selben „Schema“ korrigiere bzw. „bepunkte“, fällt es mir relativ leicht mich zu entscheiden, ob ich jetzt 3,5 oder doch lieber 4 BE vergebe. Wenn ich (wie viele Kollegen) mit ständig wechselnden Punkteschemata arbeiten müsste (auf die eine Aufgabe gibt es max. 8 Punkte, auf die nächste 14, auf die dritte gleich 20 usw.), müsste ich mich immer wieder auf neue Zahlen einrichten und immer wieder neu ein „Gefühl“ für den Unterschied zwischen z.B. 7 und 8 Punkten bekommen.

Nur eine Gruppe

Ich entwerfe für Schulaufgaben grundsätzlich nur eine Version, dadurch tue ich mich bei der Korrektur leichter und habe auch keine Probleme mit Protesten, dass die Aufgaben der anderen Gruppe viiiiel leichter gewesen seien. Durch meine Sichtblenden ist Vom-Nachbarn-Spicken sowieso unmöglich. Gerade bei der ersten Arbeit falls nötig frühzeitig ein markantes Signal geben und bei exzessiven Quatschen die Arbeit abnehmen, dann hält sich das Gemurmel im Normalfall bei weiteren Tests in akzeptablen Grenzen.

Musterlösung

Grundsätzlich erstelle ich gleich beim Entwerfen von Schulaufga­ben eine Musterlösung. Dies kostet zunächst einmal natürlich Zeit, die ich beim Korrigie­ren aber doppelt und dreifach wieder einspare. Die Musterlösung sollte inhaltlich und sprachlich ungefähr dem entsprechen, was man sich von einem guten Schüler erwartet, d.h. es sollte keine überzogene „Lehrer-Lösung“ sein (mit der die Schüler eh’ nichts an­fangen können). Indem ich mich selber in die Schüler hineinver­setze, erkenne ich noch am ehesten, ob meine Fragen präzise genug und von Schwierig­keit und Umfang her ange­messen sind. Als Faust­regel gilt, dass die Schüler für alles mindestens immer ein Drittel länger brauchen, als man ursprünglich ange­nommen hat, also lasse ich im Zweifelsfall lieber eine Frage/Aufgabe weg, wenn ich schon bei der Erstellung das dumpfe Gefühl habe, dass es mit der Zeit knapp werden könnte.

O. Heinz hat mir dazu geschrieben: „Statt bei der Rückgabe viel Zeit mit der „Besprechung“ der Schulaufgabe zu verschwenden (bei der meistens eh niemand zuhört), teile ich eine ausführliche schriftliche Musterlösung aus. Damit erreiche ich maximale Transparenz so­wohl bei den Schülern als auch bei ihren Eltern.“

In Bezug auf Transparenz scheint mir das auch die optimale Lösung zu sein. Ein gravierender Nachteil ist jedoch, dass eine schriftliche Musterlösung kursiert und man die selbe Arbeit auf keinen Fall im nächsten Schuljahr wieder schrei­ben kann (was ansonsten meistens problemlos möglich ist). Selbst nach zwei Jahren kann es vorkommen, dass sich clevere Schüler die Musterlösung von irgendwoher besorgt ha­ben. Insgesamt führt dieses Verfahren also zu deutlich erhöhtem Arbeits­aufwand.

Die Musterlösung zu allen Fragen und Aufgaben integriere ich als „ausgeblendeten“ Text direkt in die Arbeit. Ich arbeite also immer nur mit EINER Datei. Dieses Verfahren hat ganz erhebliche Vorteile. Näheres dazu hier.

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  1. Joachim Fischer

    Nur eine kleine Zusatz-Idee zum Thema Notentabellen und der Methode, sie auszudrucken und aufzukleben: Ich verwende die Notenbox und Klebeetiketten von Herma, 12 Etiketten pro A-4-Bogen, das muss man sich einmal einrichten und hat’s dann für alle Zeit und muss nie wieder schnippeln, sondern nur die Etiketten abziehen und den Schülern in die Hand drücken, aufkleben können sie’s selbst.

  2. Thomas

    Danke für die Tips! Gibt es auch einen Trick um die lustige Sortiererei zu umgehen? Schließlich muss man ja alles alphabetisch sortiert dem sonst wahnsinnigwerdenden Fachbetreuer übergeben. Ist kein Witz, aber das sind wieder 10-15 Minuten pro jeder (!) Ex und jeder Schulaufgabe die ich mir gerne sparen würde.

    Getreu dem Motto „Every little helps“.

    • > Gibt es auch einen Trick um die lustige Sortiererei zu umgehen?

      Ich kenne keinen. Ich erleichtere sie mir allerdings ein bisschen indem ich meine Schäflein darauf trimme nur den FAMILIENNAMEN hinzuschreiben. Dann wird man nicht ständig beim Sortieren durch die Vornamen irritiert.

      • Thomas

        Auch schon eine gute Idee.

        Kommt es blöd, sie irgendwie schon geordnet einzusammeln?

        Da dies zu einer unübersichtlichen Situation (cooperative last minute editing 😉 führt, könnte man ja theoretisch einen Schüler damit beauftragen. Damit es schneller geht vielleicht sogar zwei (je eine Hälfte).

        Mag überkandidelt sein, aber mich nervt die Sortiererei irrsinnig 😉

        • > Kommt es blöd, sie irgendwie schon geordnet einzusammeln?

          Na ja „blöd“, es wäre mir erstens zu umständlich und zweitens vor allem viel zu riskant. Die Gefahr, dass Arbeiten von deinem Hilfssheriff nicht eingesammelt werden, wäre mir viel zu hoch.

          Außerdem geht es ja nicht nur ums Einsammeln nach der eigentlichen Arbeit. Nachdem du die Arbeiten zurückgegeben hast, bekommst du sie ja irgendwann auch wieder zurück. Dir wird es NIEMALS gelingen, dass alle S ihre Arbeit am selben Tag abgeben 😉

  3. Ju

    Guten Tag Herr Lüders,

    was ist eigentlich wenn ein Schüler aus Zeitmangel im Abi bei der Kompostition nur ca 100 von den verlangten 250- 300 Wörtern hat.. und
    z.b. ..nur noch die Pro-argumente schafft aber nicht mehr die Contra-argumente.. und dann noch schnell einen Finalsatz schreibt indem er aber sagt dass die These so nicht zutrifft..
    Sind das dann null Punkte weil man nicht die 250 -300 Wörter geschafft hat oder bekommt man dann trozdem noch ein paar Punkte?

    Zusatzinformation: Es handelt sich um ein Composition bei der man der These auf keinen Fall zustimmen kann. Die Frage lautete nämlich: ob die Schule nur beibringt alles nachzuplappern aber nicht zum eigenständigen Denken anregt.

    Mit freundlichen Grüssen
    Judith H.

    • elisabeth

      Was ist, wenn der Schüler zu viele Wörter schreibt? Z.B. 500? Wie bewertet ihr dies? Gibt es Abzug? Wenn ja, wie viel?
      Habe gerüchteweise gehört, dass man nichts mehr abziehen sol, deswegen. Das ist aber keine offizielle Info.

      • > Was ist, wenn der Schüler zu viele Wörter schreibt? Z.B. 500?

        Auch da gibt es (vgl. die Frage von „Ju“) keine einheitliche Vorschrift. Die einen Lehrer sind toleranter, die anderen sanktionieren schärfer.

        Bei einer Vorgabe von „250 – 300 words“ sind mir 500 allerdings auch wesentlich zu viel und ich würde im Normalfall beim Inhalt 1 bis 1,5 Punkte abziehen; kann aber auch mehr sein, wenn der Schüler schwafelt, sich ständig wiederholt oder am Thema vorbeischreibt.

    • > Sind das dann null Punkte weil man nicht die 250 -300 Wörter geschafft hat oder bekommt man dann trozdem noch ein paar Punkte?

      Da gibt es keine Vorschrift, das hängt vom Lehrer ab. 100 ist ja weniger als die Hälfte, also werden die meisten Lehrer für Inhalt 1 oder max. 1,5 Punkte bzw. BE geben (in Bayern gibt es beim Aufsatz ja nur 4 BE für Inhalt und 6 BE für Sprache).

      > Habe gerüchteweise gehört, dass man nichts mehr abziehen soll

      Davon habe ich noch nichts gehört, kann ich mir auch nicht vorstellen. Dann würde dem Gelaber ja Tür und Tor geöffnet.

  4. erich

    Gibt es irgendwo brauchbare, leicht adaptierbare Excel Tabellen zum Ausrechnenen von Noten?
    Also 5 Teilaufgaben zu je ca 12 Punkten und pass bei 60%, z.B.

    Mit Grüßen
    erich

  5. http://www.testsuite.de … Bewertungseinheiten überdenken!

  6. Telfer

    Hallo Herr Lüders,

    ich habe mir die ganze Seite durchgelesen – aus purer Interesse.
    Ich selber bin noch ein 7.Klässler an einem Münchner Gymnasium
    und möchte später auch Englischlehrer werden.

    Mir hatte mal mein alter Englischlehrer wegen einem Punkt von 60
    die 1 gestohlen. Das Schlimme daran ist ja, dass ich damit im Zeugnis
    keine eins mehr bekam. Ich finde das ziemlich unfair und Ihre Methoden
    sind einfach toll.

    Ich weiß, dass es keinen genauen Notenschlüssel gibt, aber könnten
    Sie mir einen für eine SA mit 60 Punkten machen? Ich bin nämlich
    ein „Tutor“ und gebe Schülern aus meiner Klasse Nachhilfe. Mit ihnen
    mache ich auch Tests, worauf ich eine „Bleistift-Note“ gebe.
    Könnten Sie mir auch sagen, welche Schriftart sie bei Schulaufgaben verwenden – bin halt so interessiert.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Telfer

  7. Christine Bauernfeind

    Herzlichen Dank für die hervorragenden Tipps und v.a. auch für all die Punkteschemata etx in Excel – Dank Ihrer Hinweise und „Vorarbeiten“ konnte sogar ich als absolutes Excel-greenhorn meine erste LK-Klausur recht zeitsparend auswerten und benoten! Super und nochmals herzlichen kollegialen Dank!
    Ch. Bauernfeind

  8. christine

    „Nach wenigen Berufsjahren verabschieden sich die meisten Lehrer von der Illusion, dass Schüler sich ihre Arbeiten sorgfältig anschauen um aus ihren Fehlern zu lernen.“

    Warum der ganze Aufwand. Wieso schreibt man Klausuren, wenn die Schüler nichts daraus lernen und die Lehrer keinen Spass an ihrer arbeit haben???
    Da kann ich die Arbeit von Rebecca und Mauritio Wild empfehlen.
    Sind im Juli übrigens wieder in Deutschland und halten Seminare in Potsdam.

    lg christine

  9. Max Müller

    *Einwand gegen Wiederverwendung „zeitloser“ Texte*
    Bei uns gibt es schon seit längerem am Ort Nachhilfelehrer, die systematisch Prüfungsaufgaben nach Lehrkraft und Jahrgangsstufe sammeln, und dann verkaufen. Ein Schüler äußerte, er habe ein „Buch mit Schulaufgaben“ auf diesem Weg bekommen.
    Nach meiner Ansicht wird hier natürlich das Urheberrecht der Lehrer
    (Aufgaben; Bearbeitung) sowie der Buch-/Zeitungs-Verlage (Text) verletzt.

    • Dein Einwand ist berechtigt. Allerdings würde ich hier abwägen. Wie viele Schüler haben (vor allem in der Oberstufe) Nachhilfe und wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass meine Schulaufgabe an so einen Typ gelangt? Im Zweifelsfall hat der Schüler dann einfach Glück gehabt. Nur aufgrund dieser Möglichkeit würde ich in jedem Fall nicht ständig neue Schulaufgaben basteln.

      • christa

        Sie glauben gar nicht, wie viele Oberstufenschüler Nachhilfe haben und wie viele der Nachhilfelehrer und Nachhilfeorganisationen systematisch Texte sammeln!!
        Außerdem wissen Schüler ganz genau, welcher Lehrer seine Texte mehrfach verwendet. Von diesen Lehrern werden in der Schülerschaft die Texte gesammelt.
        In entsprechenden Foren werden solche Texte und die Musterlösungen auch online verbreitet.
        Unter den Schülern und den Eltern gelten Lehrer, die mehrfach Texte verwenden, schon bald als faul.
        Es ist nichts dagegen einzuwenden, immer wieder dieselben Texte im Unterricht z. B. als Vorbereitungen auf Klassenarbeiten und Klausuren zu verwenden. Aber die Texte in den Klassenarbeiten selbst sollte man doch möglichst variieren.

  10. Wollte einfach mal ein Danke für Deine guten interessanten und vor allem so sorgfältig geschriebenen Beiträge vorbeibringen. Viele Beiträge müsste man sich tatsächlich ausdrucken und abheften / abspeichern um immer wieder mal reinschauen zu können.

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