Jochen Lüders

Englisch & Sport am Gymnasium ... und ein bisschen Tango

The Corrections

Das Kor­ri­gie­ren von Klau­suren bzw. in Bay­ern GLN („gro­ßen Leis­tungs­nach­wei­sen“) ist wohl die zeit­auf­wen­digs­te und gleich­zei­tig die sub­jek­tiv sinn­lo­ses­te Arbeit eines Leh­rers. Nach weni­gen Berufs­jah­ren ver­ab­schie­den sich die meis­ten Leh­rer von der Illu­si­on, dass Schü­ler sich ihre Arbei­ten sorg­fäl­tig anschau­en um aus ihren Feh­lern zu ler­nen. Aus­führliche Kom­men­ta­re, posi­ti­ve Ver­besserungen etc. wer­den meis­tens igno­riert, ein Lern­fort­schritt ist häu­fig nicht fest­stell­bar. Gleich­zei­tig steigt der Kor­rek­tur­auf­wand durch immer mehr bzw. grö­ße­re Klas­sen per­ma­nent an. Höchs­te Zeit also sich zu über­le­gen wo man Zeit spa­ren kann, ohne des­halb gleich zu schlam­pen und zu schlu­dern.

Im Fol­gen­den beschrei­be ich Tipps und Tricks, die ich in rund 30 Berufs­jah­ren ent­wickelt und erprobt habe. Vie­le Tipps bezie­hen sich in ers­ter Linie auf die Ober­stu­fe (mei­nen Arbeits­schwer­punkt), ande­re sind all­ge­mein gül­tig. Mei­ne Ver­fah­ren ori­en­tie­ren sich natür­lich an den in Bay­ern übli­chen Vor­ga­ben für Klau­su­ren und las­sen sich u.U. nicht oder nur ein­ge­schränkt auf ande­re Bun­des­län­der über­tra­gen. Tipps zu „klei­nen“ schrift­li­chen Leis­tungs­nach­wei­sen („Steg­reif­auf­ga­ben“ bzw. „Extem­po­ra­li­en“) fin­dest du hier.

Fitness

Ich kor­ri­gie­re grund­sätz­lich nur in fit­tem Zustand. In müdem Zustand spät abends „nur mal drü­ber­ge­hen“ um am nächs­ten Tag noch­mal alles „sorg­fäl­tig“ durch­zugehen, ver­geu­det nach mei­ner Erfah­rung nur Zeit und Kraft.

Überblick verschaffen

Bevor ich mich in die Arbeit stür­ze, über­prü­fe ich erst­mal, ob mei­ne guten bzw. bes­ten Schü­ler die jewei­li­ge Auf­ga­be halb­wegs rich­tig bear­bei­tet haben. Manch­mal pas­siert es trotz guter Vor­be­rei­tung und prä­zi­ser Auf­ga­ben­stel­lung, dass eine Auf­ga­be selbst von den bes­ten ver­murkst wird. Falls mei­ne Gewis­sens­prü­fung ergibt, dass z.B. die Aufga­benstellung doch nicht klar genug war, redu­zie­re ich mei­ne Erwar­tun­gen von vor­ne­her­ein.

Nachträgliche Musterlösung

Wenn du beim Erstel­len der Klau­sur kei­ne Zeit hat­test, eine Mus­terlö­sung zu erstel­len, kannst du das ohne gro­ßen Auf­wand auch nach­träg­lich machen. Nimm dir ein­fach die Arbei­ten dei­ner bes­ten Schü­ler und erstel­le dar­aus eine Mus­terlö­sung.

Nur EIN Durchgang

Zeit­lich pla­ne ich so, dass ich eine Auf­ga­be in einem Durch­gang (mit maxi­mal zwei kur­zen Pau­sen) durch­kriege. Dadurch ist gewähr­leis­tet, dass ich auch bei gro­ßen Klas­sen beim Schü­ler Zwick­lbau­er noch weiß, wie ich bei Adam bewer­tet habe. Erfahrungs­gemäß ist man am Anfang noch rela­tiv groß­zü­gig und locker, wird dann aber häu­fig im Lau­fe der Kor­rek­tur immer generv­ter und stren­ger. Wenn die Schü­ler Adam und Zwick­lbau­er dann zufäl­lig neben­ein­an­der sit­zen und ihre Arbei­ten ver­glei­chen, kann es dann zu erhebli­chen Dis­kre­pan­zen und (berech­tig­ten) Pro­tes­ten kom­men.

Entscheidungsfreudigkeit

Ich schrei­be nie etwas mit Blei­stift auf die Arbeit (was ich spä­ter wie­der müh­sam weg­radieren müss­te) und notie­re auch nichts auf Extra­blät­tern. Ich ent­schei­de mich sofort (im Zwei­fels­fall wie immer zuguns­ten des Schü­lers) und mer­ke mir die­se Entscheidung(en) bis ich (mit die­ser Auf­ga­be) beim letz­ten Schü­ler ange­kommen bin.

Doppel-Moppeln

Gehörst du auch zu den Leu­ten, die bei Kor­rek­tu­ren erst den eigentli­chen Feh­ler mar­kieren und zusätz­lich am Rand noch mal ein ent­spre­chen­des Sym­bol (für hal­ben bzw. gan­zen Feh­ler) anbrin­gen? Wozu die­se Ver­dop­pe­lung? Weil du es im Refe­ren­da­ri­at so gelernt hast? Man lernt im Refe­ren­da­ri­at ja eine Men­ge, nur lei­der fast nie, wie man ÖKONOMISCH arbei­tet. Es geht auch anders.

Fehlerbezeichnungen am Rand

Eben­so unöko­no­misch fin­de ich es (wie bei Deutsch­leh­rern üblich) den Rand mit Fehler­bezeichnungen (wie A, Gr, Sz usw.) voll­zupflastern. Wenn ich ein fal­sches Wort unter­streiche bzw. durch­strei­che und das rich­ti­ge Wort drü­ber­schrei­be, erkennt wohl jeder Depp, dass das Wort falsch war. Wozu soll ich dann zusätz­lich noch mal in den Rand ein W schrei­ben? Wenn ich nicht posi­tiv kor­ri­gie­re, also das rich­ti­ge Wort nicht drüberschrei­be, kommt ein klei­nes w (für Wort­fehler) als zusätz­li­che Infor­ma­ti­on rechts an mei­ne Unter­strei­chung (für ent­spre­chen­de Abkür­zun­gen sie­he mein Han­dout Mar­king). Die zusätz­li­che Rand­schrei­be­rei ist m.E. nur gerecht­fer­tigt, wenn ich durch rei­nes Fehler­zählen z.B. einen Feh­ler­quo­ti­en­ten bil­den muss, mit dem dann irgend­wie weitergerech­net wird. Bei uns (in Bay­ern) wer­den die Sprach­punk­te nicht auf­grund von Fehlerquo­tienten errech­net, also kann ich mir die­se zusätz­li­che Arbeit spa­ren. Abge­se­hen davon machen die­se Abkür­zun­gen die Arbeit noch „roter“ und damit für den Schü­ler (noch) ab­schreckend(er).

Ökonomisch korrigieren

Gehörst du auch zu den Idea­lis­ten, die unver­dros­sen hof­fen bzw. erwar­ten, dass ihre Schü­ler aus Feh­lern wirk­lich etwas ler­nen wol­len? Dann heißt es stän­dig „posi­tiv“ kor­ri­gie­ren, d.h. nicht nur Feh­ler zu mar­kie­ren, son­dern auch die jeweils rich­ti­ge bzw. bes­se­re Lösung hin­zu­schrei­ben. Kon­se­quent ange­wendet führt das oft zu der absur­den Situa­ti­on, dass der Leh­rer genau so viel oder sogar noch mehr schreibt als der Schü­ler. Der Schü­ler schreibt zwei bis drei mini­ma­lis­ti­sche Sätz­chen und der Leh­rer kom­men­tiert und ver­bes­sert in gan­zen Sät­zen: „You should have men­tio­ned that … You have for­got­ten that … Also your syn­tax is …“

Ich habe mich von die­sem arbeits­in­ten­si­vem Ide­al schon längst ver­ab­schie­det. Ich ent­scheide immer, wel­che Art von Kor­rek­tur in der jewei­li­gen Situa­tion die öko­no­misch­te ist. Bevor ich erst ein Wort mit Line­al unter­strei­che und ein sp (für spel­ling / Recht­schreibfehler) hin­schrei­be, strei­che ich natür­lich bes­ser gleich den fal­schen Buch­sta­ben durch und schrei­be den rich­ti­gen drü­ber; d.h. falls es nicht all­zu auf­wen­dig ist, korrigie­re ich „posi­tiv“. Falls es sich aber z.B. um einen völ­lig vermurks­ten Satz han­delt, mar­kiere und kate­go­ri­sie­re ich ledig­lich (z.B. mit syn und awk), schrei­be aber nicht den ver­bes­ser­ten Satz hin. Falls ein Schü­ler aus­nahms­wei­se doch mal wis­sen möch­te, wie es bes­ser hät­te hei­ßen sol­len, kann er natür­lich jeder­zeit zu mir kom­men und bekommt dann auch eine Mus­terlö­sung. Falls inhalt­lich etwas fehlt, gebe ich das ledig­lich stich­wort­ar­tig an; wofür die ent­spre­chen­den Stich­wör­ter ste­hen, wird dann wie­der­um bei der Bespre­chung genau erläu­tert.

Aus die­sem Grund bin ich auch nicht ver­är­gert bzw. zutiefst depri­miert, wenn mir ein Schü­ler, nach­dem er kurz einen Blick auf die Arbeit gewor­fen hat, sie mir sofort wie­der zurück gibt. Im Gegen­teil den­ke ich mir: „Immer­hin schon mal eine Arbeit, der ich nicht eine Woche lang hin­ter­her­lau­fen muss.“ Beson­ders unöko­no­misch fin­de ich die­ses positi­ve Kor­ri­gie­ren bei Stegreif­aufgaben, wo ich bei der Rück­ga­be bzw. Bespre­chung ja sowie­so genau sage, was wie hät­te hei­ßen müs­sen. Wozu wie­der dop­pelt mop­peln? Man­che Kol­le­gen „trip­peln“ sogar bei Kor­rek­tu­ren: das fal­sche Wort unter­strei­chen, das rich­ti­ge drü­ber­schrei­ben und an den Rand noch zusätz­lich w, voc oder etwas ähn­li­ches, sozu­sa­gen „kor­rek­ti­ver Over­kill“.

Fehlercodes

Statt lan­ge voll­stän­di­ge Sät­ze zu schrei­ben, schrei­be ich ledig­lich die Feh­ler­codes mei­nes Han­douts Ques­ti­ons on the Text. In einem Arti­kel habe ich die Vor­tei­le die­ser Metho­de beschrie­ben.

Rand-Kommentare

Spar­sam gehe ich auch mit kri­ti­schen bzw. „ermu­ti­gen­den“ (Rand )Kom­men­ta­ren um. Man­che Kol­le­gen kom­men­tie­ren fast jede zwei­te Auf­ga­be mit Sachen wie „You have gras­ped the main aspec­ts of the text but …“ oder „On the who­le your com­mand of Eng­lish is qui­te good but …“. So etwas kos­tet enorm viel Zeit und hat m.E. nur eine gerin­ge Wir­kung.

Schlechte bzw. unleserliche Schrift

Vie­le Kol­le­gen jam­mern stän­dig über unleser­liches Gekra­kel, scheu­en aber davor zurück kon­se­quent Punk­te abzu­zie­hen. Der Schü­ler sieht des­halb kei­ne Not­wen­dig­keit sei­ne Bequem­lich­keit auf­zu­ge­ben. Wenn ich etwas nach dem zwei­ten Ver­such nicht ent­ziffern kann, zie­he ich kon­se­quent Punk­te ab. Vor der ers­ten Arbeit erläu­te­re ich, dass unle­ser­li­ches Geschmot­zel hin­sicht­lich der Kom­mu­ni­ka­ti­on zu lei­sem bzw. undeut­li­chem Spre­chen ent­spricht und „Ver­stän­di­gung“ be- bzw. sogar verhin­dern kann.

Belegen

Alle Behaup­tun­gen, Inter­pre­ta­tio­nen etc. müs­sen bei mir expli­zit mit Zei­len­num­mern am Text belegt wer­den. Dadurch erken­ne ich sofort, ob jemand den Text ver­stan­den hat und sich zumin­dest auf die richtige(n) Passage(n) bezieht, auch wenn sei­ne Ant­wort ansons­ten sprach­lich weit­ge­hend unver­ständlich ist. Nähe­res dazu hier.

In the given order“

Falls eine Frage/Aufgabe aus meh­re­ren Tei­len besteht, müs­sen die­se der Rei­he nach be­antwortet wer­den. Es kos­tet Zeit, wenn eine Ant­wort stän­dig hin- und her­springt und man sich die ein­zel­nen Bestand­tei­le zusam­men­su­chen muss. Eben­so gibt es kla­re Regeln für Ergän­zun­gen, die sicher­stel­len, dass ich die­se ein­deu­tig zuord­nen kann.

Absätze

Es beschleu­nigt die Kor­rek­tur erheb­lich, wenn Schü­ler gelernt haben Absät­ze zu machen und die ers­te Zei­le ein­zu­rü­cken. Ich bekom­me oft einen Schrei­krampf, wenn ich als Zweit­kor­rek­tor einen Com­po­si­ti­on kor­ri­gie­ren soll, der aus einem ein­zi­gen Text­block besteht. Man ver­geu­det viel Zeit damit, über­haupt erst­mal her­aus­zu­fin­den, ob denn z.B. nun die Ein­lei­tung (falls es über­haupt eine gibt) auf­hört und der Haupt­teil anfängt.

Computer

Bei Kor­rek­tu­ren von Steg­reif­auf­ga­ben bzw. Schul­auf­ga­ben arbei­te ich immer mit dem PC. Falls dein Com­pu­ter ganz woan­ders steht, soll­test du dir über­le­gen dir ein (ge­brauchtes) Note­book zu kau­fen. Für Tabellen­kalkulation bzw. Text­ver­ar­bei­tung muss es nicht das neu­es­te Super-Modell sein, es genügt ein älte­res und damit deut­lich bil­li­ge­res Gerät.

Wäh­rend der Kor­rek­tur habe ich vier Pro­gram­me geöff­net: Excel mit der ent­spre­chen­den Tabel­le, Word mit Anga­be, Mus­terlö­sung und ggf. Com­mon Mista­kes, PONS und das OALD.

Noten-Tabellen

Mit mei­nen Tabel­len spa­re ich sehr viel Zeit, ver­mei­de läs­ti­ge Addi­ti­ons­feh­ler und die damit ver­bun­de­nen ner­vi­gen Dis­kus­sio­nen. Alle Punk­te-Ein­ga­ben erfol­gen aus­schließ­lich in der Tabel­le, nicht auf der Schü­ler­ar­beit, d.h. es gibt bei Ände­run­gen kein Radie­ren bzw. Tipp-Exen. Ganz am Ende wird die gan­ze Tabel­le auf DIN A4 Eti­ket­ten aus­ge­druckt, der ent­spre­chen­de Schü­ler-Strei­fen wird aus­ge­schnit­ten, auf die Arbeit geklebt und abge­zeich­net.

Grenzfälle

Wenn einem Schü­ler nur weni­ge Punk­te zur bes­se­ren Note feh­len, wird mir das in der Tabel­le für die 5.–11. Klas­se als + ange­zeigt. Dadurch sehe ich auf einen Blick, wel­che Arbei­ten ich mir noch­mal genau­er anschau­en muss. Bei mir bekommt kein Schü­ler wegen einem oder sogar nur einem hal­ben Punkt knapp die schlech­te­re Note.

Aktualisieren

Falls ich wäh­rend der Kor­rek­tur fest­stel­le, dass eine Auf­ga­ben­stel­lung z.B. unklar war, wird dies sofort in der ent­spre­chen­den Word-Datei kor­ri­giert, schließ­lich wer­de ich ja die­se Schul­auf­ga­be wahr­schein­lich noch­mal hal­ten. Außer­dem ergän­ze bzw. über­ar­bei­te ich, falls nötig, die Mus­terlö­sung, damit ich mich beim nächs­ten Mal noch ein biss­chen leich­ter tue.

Common Mistakes

Falls ich häu­fi­ge Feh­ler für eine ent­spre­chen­de Folie sam­me­le, wer­den die natür­lich auch gleich notiert. Bei die­sen Foli­en arbei­te ich mit dem Aufdeck­verfahren. Erst kommt der fal­sche Satz und die Schü­ler müs­sen her­aus­fin­den, was alles falsch ist. Ihre Ana­ly­se muss mit den ent­spre­chen­den Regeln mei­ner Han­douts (vor allem Ques­ti­ons on the Text) begrün­det wer­den. Danach wird die nächs­te Zei­le auf­ge­deckt und die Schü­ler sol­len einen rich­ti­gen Satz for­mu­lie­ren. Als letz­tes wird dann die Mus­terlö­sung auf­ge­deckt und ggf. mit der Schü­ler-Lösung ver­gli­chen. Für Foli­en neh­me ich min­des­tens eine Schrift­größe von 14 pt (bes­ser 16 pt), damit man sie auch noch aus grö­ße­rer Ent­fer­nung lesen kann.

Aktive Pausen

Wenig über­ra­schend emp­feh­le ich dir als Sport­leh­rer für die Pau­sen vor allem Bewe­gung.

Ein biss­chen Stre­cken und Deh­nen hilft gegen Ver­span­nun­gen.

Du tanzt ger­ne? Dann spiel fet­zi­ge Musik und hupf ein­fach ein biss­chen im Zim­mer rum.

Für mich ist Jon­glie­ren die idea­le Beschäf­ti­gung für kur­ze Korrektur­pausen. Ich muss mich voll­stän­dig auf etwas ande­res kon­zen­trie­ren und muss trotz­dem „locker“ blei­ben, sonst geht gar nichts.

Auch Qi Gong Übun­gen eig­nen sich sehr gut um „run­ter­zu­kom­men“, zu ent­span­nen und neue Kraft zu tan­ken.

Tipps von Kollegen/innen

Der „Leh­rer­freund“ emp­fiehlt für effi­zi­en­tes Kor­ri­gie­ren die Pomo­do­ro-Tech­nik.

Um mich selbst beim Kor­ri­gie­ren etwas zu beloh­nen, fas­se ich immer fünf Klau­su­ren mit einer Büro­klam­mer zusam­men, und wenn ich die fünf dann fer­tig habe, gön­ne ich mir eine klei­ne Pau­se. Außer­dem sehe ich dann schnel­ler, wenn ich auf der Hälf­te bzw. dem Vier­tel bin! Sicher­lich sehr sim­pel, aber es wirkt! (E. Haus-Stahl­berg)

Nach Her­aus­ga­be der Arbeit gehe ich in der Klas­se her­um und las­se mir mei­ne Korrek­turen erklä­ren. Dadurch zwin­ge ich die Schü­ler sich mit ihrer Arbeit zu beschäf­ti­gen. Auf die­se Art habe ich zumin­dest ein biss­chen das Gefühl nicht völ­lig umsonst gear­bei­tet zu haben. (N. Wag­ner)

Seit ich mir ein güns­ti­ges Note­book gekauft habe, kor­ri­gie­re ich falls immer mög­lich auf dem Bal­kon bzw. im Gar­ten. Dadurch bin ich bei schö­nem Wet­ter nicht mehr gar so frus­triert wie frü­her, als ich immer am Schreib­tisch saß. Schö­ne Stei­ne sor­gen dafür, das die Schul­auf­ga­ben bzw. Anga­ben nicht davon­flie­gen. (C. Schmidt)

Frü­her habe ich bei nächt­li­chen Kor­rek­tur-Ses­si­ons Unmen­gen von Kaf­fee in mich reinge­schüttet und „zum Trost“ Scho­ko­la­de gemampft. Trotz allem war ich mit der Qua­li­tät mei­ner Arbeit nicht zufrie­den und habe auf die Dau­er natür­lich zuge­nom­men. Wenn ich heu­te beim Kor­ri­gie­ren eine Pau­se mache, trin­ke ich einen Milch-Obst-Shake. Statt Scho­ko­la­de knab­be­re ich Karot­ten oder esse Obst. (S. Cosar)

Ich kor­ri­gie­re nicht mit den übli­chen bil­li­gen roten Kulis bzw. Faser­stif­ten, son­dern habe mir einen schö­nen Fül­ler gekauft. Wenn ich mit so einem qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­gen Gerät arbei­te, habe ich das Gefühl, dass auch mei­ne Kor­rek­tu­ren qua­li­ta­tiv bes­ser sind. (P. Neun­hau­ser)

Was­ser (am bes­ten mit einem Schuß Zitro­ne) ist uner­läss­lich für Kon­zen­tra­ti­ons­fä­hig­keit und geis­ti­ge Arbeit. Wäh­rend der Kor­rek­tur trin­ke ich regel­mä­ßig einen Schluck aus einem schö­nen Glas. Wenn der „klei­ne Hun­ger“ kommt, esse ich Nüs­se (wie z.B. Cas­hew-Nüs­se), die eben­falls die Kon­zen­tra­ti­on för­dern. (G. Kley­den)

Ich ten­die­re zu dicken Bei­nen beim lan­gen Sit­zen am Schreib­tisch und kor­ri­gie­re des­halb immer im Lese­ses­sel: gute pas­sen­de Arm­leh­nen, rechts neben mir Getränk und Wörter­bücher (bin Links­hän­de­rin), rechts die zu kor­ri­gie­ren­den Arbei­ten auf­ge­schla­gen, gesta­pelt. Ich moti­vie­re mich durch: schon 10%, …30%, …etc. auch total sim­pel, aber es hilft unge­mein! Die Bei­ne auf dem Hocker vor mir auf pas­sen­der Höhe zum Ses­sel. Die Hef­te bzw. Klau­sur­blät­ter auf dem eng­li­schen Knie­ta­blett, das For­mat passt bei Hef­ten per­fekt. So hal­te ich’s lan­ge aus. (J. Sta­kow­ski)

Anspie­lung in der Über­schrift …

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TeaTime-Mag

  1. max

    Mehr Info dazu hier:
    http://castonguaylesarts.blogspot.com/2009/04/le-petit-bal-perdu-video-de-philipp.html

    Und der Song­text (Bour­vil „C’etait Bien“), den ich als gemei­ner Schmal­spur­fran­zo­se drin­gend brau­che. 😉
    http://www.songtexte.com/songtext/bourvil/cetait-bien-au-petit-bal-perdu-5bcd4fd8.html

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